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	<title>Zellmi &#187; Gesellschaft</title>
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	<description>It&#039;s a dirty job but someone got to do it</description>
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		<title>Occupy future</title>
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		<pubDate>Mon, 24 Oct 2011 17:23:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Zellmi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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		<description><![CDATA[Gestern Abend hörte ich den sehr empfehlenswerten NDR-Kultur-Podcast Auf der Suche nach der verlorenen Zukunft von Harald Welzer aus der Reihe Gedanken zur Zeit. Beim Hören kam mir in Anlehnung an die aktuelle Occupy-Bewegung der Slogan »Occupy future« in den Sinn. Nachdem mich der Spruch seitdem nicht mehr losgelassen hat, kam ich auf die Idee [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-833" title="Occupy future" src="http://zellmi.de/wp-content/uploads/2011/10/occupy_future_240.png" alt="" width="240" height="240" /> Gestern Abend hörte ich den sehr empfehlenswerten NDR-Kultur-Podcast <a title="NDR Kultur: " href="http://www.ndr.de/ndrkultur/audio90109_podcast-gzz162.html" target="_blank">Auf der Suche nach der verlorenen Zukunft</a> von Harald Welzer aus der Reihe <em>Gedanken zur Zeit</em>. Beim Hören kam mir in Anlehnung an die aktuelle Occupy-Bewegung der Slogan <strong>»Occupy future«</strong> in den Sinn.</p>
<p>Nachdem mich der Spruch seitdem nicht mehr losgelassen hat, kam ich auf die Idee nach dem <em>Atomkraft &#8211; Nein Danke!</em> Vorbild eine entsprechende Grafik zu erstellen. Und wie es sich für einen richtigen Web-Fuzzy gehört, habe ich ihn auch gleich in mehreren Versionen produziert und das Ganze auf eine entsprechende Webseite gepackt:<br />
&raquo; <strong><a title="Occupy future" href="http://zellmi.de/occupy-future" target="_blank">zellmi.de/occupy-future</a></strong>.</p>
<p>Zudem habe ich das Motiv auch bei Spreadshirt eingestellt und schon mal Buttons (<a title="Spreadshirt: Occupy future - 25mm Buttons - 5er Pack" href="http://365202.spreadshirt.de/buttons-klein-25-mm-A17850202/customize/color/1" target="_blank">25mm</a> und <a title="Spreadshirt: Occupy future - 32mm Buttons - 5er Pack" href="http://365202.spreadshirt.de/buttons-mittel-32-mm-A17850211/customize/color/1" target="_blank">32mm</a>) konfiguriert; ich verdiene daran übrigens nix.</p>
<p>Die Weitergabe und nicht-kommerielle Verwendung der Grafik <strong>»Occupy future«</strong> ist explizit erwünscht. Also: Holen wir uns unsere Zukunft, und die unseres Planeten von den Mächtigen, Gierigen und Despotischen zurück &#8230; <em>Occupy future!</em></p>
 <p><a href="http://zellmi.de/?flattrss_redirect&amp;id=832&amp;md5=98a2a983d8a96c7602fe7974171ba361" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://zellmi.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Was haben Internet und Kommune gemeinsam?</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Sep 2011 14:37:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Zellmi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Digitale Welt]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Kommune]]></category>
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		<category><![CDATA[Gemeinschaft]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich bin ein in einer Gemeinschaft lebender Informatiker. Beides ist mir nicht unbedingt in den Schoss gefallen; und der zu beschreitende Weg, der mich dies heute resümieren lässt, war alles andere als geradlinig. Ich habe auf diesem Weg vieles kennen und oft auch schätzen gelernt, doch ist mein höchster Bildungsabschluss der eines Diplom-Informatikers und auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ich bin ein in einer Gemeinschaft lebender Informatiker. Beides ist mir nicht unbedingt in den Schoss gefallen; und der zu beschreitende Weg, der mich dies heute resümieren lässt, war alles andere als geradlinig. Ich habe auf diesem Weg vieles kennen und oft auch schätzen gelernt, doch ist mein höchster Bildungsabschluss der eines Diplom-Informatikers und auch lebe ich heute in einer Kommune. Das bringt mich zu der Frage, was gerade diese beiden gemein haben? Warum Informatiker? Und warum Kommune?</strong></p>
<p>Eigentlich war ich bis Mitte der Neunziger Jahre des letzten Jahrhunderts auf bestem Wege Ingenieur zu werden. Mein Vordiplom im Fachbereich Energie- und Wärmetechnik hatte ich bereits in der Tasche. Dann passierten innerhalb weniger Monate ein paar entscheidende Dinge: Zunächst entdeckte ich das Internet, dann geriet ich in eine Protestwelle gegen untragbare Studienbedingungen und in deren Folge in eine verantwortliche Position der Studierendenvertretung meiner Fachhochschule. Für diese Aufgabe lies ich sogar mein Studium ruhen. Dieses Intermezzo gepaart mit der Erkenntnis, dass es mir leicht fiel mit dem Internet und am World Wide Web (WWW) zu arbeiten, lies mich dann kurzerhand mein Energie- und Wärmetechnik-Studium abbrechen und ein Informatik-Studium beginnen; als Mittel zum Zweck. Denn ich wollte nicht Informatiker werden, um klassische Software zu entwickeln, ich wollte das Internet mit weiterentwickeln. Somit war es, genau genommen, das Internet, dass mich die Energie aufbringen lies, ein Informatik-Studium abzuschließen.</p>
<p>Was haben also Internet und Kommune gemeinsam? Bei genauer Betrachtung Grundlegenderes als man zunächst denken mag. Eine Kommune ist eine Gemeinschaft. Der Duden definiert Gemeinschaft u.a. erstens als <em>das Zusammensein, -leben in gegenseitiger Verbundenheit</em> und zweitens als <em>Gruppe von Personen, die durch gemeinsame Anschauungen o. Ä. untereinander verbunden sind</em>. Hinzu kommt bei einer Kommune, dass diese Zusammenleben frei von Hierarchien sein soll. Denn Hierarchien sind meist mit Verhältnissen von Herrschaft und Autorität verbunden. Die Grundlage von Herrschaft ist Gehorsam, also prinzipiell das Befolgen von Geboten oder Verboten. In einem System von Herrschaft und Gehorsam sind die Menschen nicht frei und nicht gleich. Dabei heißt es in der Allgemeine Erklärung der Menschenrechte im ersten Artikel: <em>»Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren.«</em></p>
<p>Bei Betrachtung des Internet als ein Netzwerk von Netzwerken, welche, wie ihre Knotenpunkte, durch die Anwendung des Internetprotokolls (IP) untereinander verbunden sind, lassen sich durchaus Parallelen zu den Definitionen für Gemeinschaft ziehen. Jeder Knoten ist in einem solchen System im übertragenen Sinn selbst dafür verantwortlich, dass er an diesem weltweiten Netzwerk teilhaben kann. Ein genau definiertes Protokoll (TCP/IP) bildet dazu die Grundlage; und auf dieser einen Basis sind dann die vielen und vielfältigen Dinge möglich, wie sie für immer mehr Menschen tagtäglich nutzen, verrichten oder konsumieren. Beispiele hierfür sind das WWW, E-Mail, Telefonie oder Radio und Fernsehen.</p>
<p>Eine Gemeinschaft wie etwa eine Kommune ist vom Prinzip her auch eine Netzwerk von Menschen; die im Detail zum Teil sehr unterschiedliche Dinge tun können, aber in einem sich aufeinander beziehenden Rahmen. Damit dieser Rahmen bzw. das System nicht gesprengt wird, also stabil ist, muss das Zusammenspiel in einer solchen Gemeinschaft funktionieren. Dazu ist es hilfreich, dass grundlegende Absprachen getroffen werden, die sich in der Summe auch als Protokoll bezeichnen lassen können. Wie zuvor angedeutet, fehlt es einem System an Hierarchiefreiheit, bei dem diese Absprachen zentral oder von Außen überwacht werden. Daraus folgt, dass diese Absprachen von jedem Knoten des Netzwerks, also bei einer Gemeinschaft, von jedem Gruppenmitglied mitgetragen und im Zusammenwirken als Gruppe bzw. Gruppenbestandteil eingehalten werden müssen. Die Motivation einer Person, Teil eines Gemeinschaftsnetzwerks zu sein, muss somit intrinsisch sein; also ihrer selbst willen bzw. aus sich heraus. So sind dann auch im Rahmen einer solchen hierarchiefreien Gemeinschaft ebenfalls viele und vielfältige Dinge möglich.</p>
<p>Das Internetprotokoll bildet als technische Basis für die Teilhabe an den Diensten des Internets  eine zentrale und wichtige Rolle, derer sich die wenigsten seiner Nutzenden im tägliche Umgang damit bewusst sind. Doch spielt es für den Vergleich von hierarchiefreien Gemeinschaften und IP-basierten Netzwerken nur eine untergeordnete Rolle, ob sich die Nutzer und Nutzerinnen bewusst sind, dass es so etwas wie ein Internetprotokoll gibt. Es ist diesbezüglich viel relevanter, dass die von ihnen genutzte Software, nur deshalb als Internet-Knotenpunkte funktionieren, weil sie von sich aus die Verabredung namens Internetprotokoll einhalten. Darauf sind  sie programmiert. Andere Bezeichnungen für Programm sind Manifest bzw. Grundsatzerklärung.</p>
<p>Eine Grundsatzerklärung ist für eine hierarchiefrei lebende Gemeinschaft ebenso das Fundament gemeinsamen Zusammenlebens, wie das Internetprotokoll das Fundament für die Nutzung des Internets ist. Sie bildet grundlegende Absprachen ab, auf deren Einhaltung sich alle Gruppenmitglieder prinzipiell verlassen können und die sie unüberprüft von sich aus einhalten. Darauf muss sich jedes Mitglied verlassen können, damit sich alle Gruppenangehörigen vertrauen können. Durch von allen Mitgliedern intrinsisch gelebte Grundsätze bekommt die Gruppe Halt und die einzelnen Menschen Sicherheit. Weiter bilden sie in erster Linie das Fundament einer Gemeinschaft und können somit für den Alltag Richtschnur sein. Optimalerweise gibt eine Grundsatzerklärung als Fundament Halt und Sicherheit, ist jedoch als Richtschnur flexibel. D.h. wirklich Grundlegendes ist nicht leicht veränderbar; den Alltag prägen flexiblere Handhaben. Zusammen bilden Grundlagen und Handhaben einen verlässlichen, aber undogmatischen Rahmen für das Zusammenwirken von Gruppen.</p>
<p>Wichtig ist hierbei, dass jedes Gruppenmitglied aus freien Stücken Teil der Gemeinschaft und der internen und externen Prozesse ist. Die Teilnahme von einzelnen Menschen oder Untergruppen an Gruppenprozessen ist optimalerweise immer transparent. So wissen die anderen Mitglieder immer, wer aktuell gerade einem Prozess teilnimmt bzw. daran interessiert ist. Dies dient der Vertrautheit bzw. Verbundenheit, die als Basis für eine Zuverlässigkeit unabdingbar ist. Wissen alle an Gruppenprozessen Beteiligten um die intrinsische Motiviertheit der jeweils anderen, so ersetzt dieses Vertrauen Kontrolle. Hierarchiefreie Gemeinschaften werden also durch Vertrauen, Zuverlässigkeit und beiderseitig bewussten Zugehörigkeitswillen geprägt; und da es sich um eine Netzwerk von Menschen handelt, und nicht von Computersystemen, ist zudem gegenseitiges Wohlwollen von großer Bedeutung, damit ein undogmatisches und bedürfnisorientiertes Zusammenleben möglich ist.</p>
<p>Nach dieser näheren Betrachtung von Internet und Kommune, ist es bei all den gefundenen Parallelen nicht weiter verwunderlich, dass gerade diese beiden Themenkomplexe für mich von so großer Wichtigkeit geworden sind. Und dies sogar ohne die Entwicklung des Internets und der es weiterentwickelnden Internet Society als gemeinnützige Organisationsform anzuführen, welche erstaunlicherweise, trotz ihrer weltwirtschaftlichen Bedeutung, grundsätzlich erhalten werden konnte.</p>
<p>Als Abschluss dieser Betrachtungen möchte ich noch zwei Zitate anführen. Ersteres ist vom  türkischer Dichter <em>Nâzım Hikmet</em> und das zweite wird <em>Konfuzius</em> zugeschrieben:</p>
<blockquote><p>»Leben, einzeln und frei wie ein Baum, und geschwisterlich wie ein Wald, das ist unsere Sehnsucht.«</p></blockquote>
<blockquote><p>»Wenn über das Grundsätzliche keine Einigkeit besteht, ist es sinnlos, miteinander Pläne zu machen.«</p></blockquote>
 <p><a href="http://zellmi.de/?flattrss_redirect&amp;id=801&amp;md5=4cbd5239b5853ed5b7ace145efe96176" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://zellmi.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Etwas denken können</title>
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		<pubDate>Tue, 28 Jun 2011 17:22:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Zellmi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[Gemeinsame Ökonomie]]></category>
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		<description><![CDATA[Wer sich schon mal wenigstens ein bisschen mit dem Thema des Bedingungslosen Grundeinkommens beschäftigt hat, kennt sicher auch Götz Werner und hat dann sehr wahrscheinlich auch schon mal seine gebetsmühlenartige vorgetragene Aussage gehört: «Man muss ein bedingungsloses Grundeinkommen erst einmal denken können.» Dieses &#8220;Etwas denken können&#8221; ist mir am Wochenende auch wieder in den Sinn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer sich schon mal wenigstens ein bisschen mit dem Thema des <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bedingungsloses_Grundeinkommen">Bedingungslosen Grundeinkommens</a> beschäftigt hat, kennt sicher auch <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%B6tz_Werner">Götz Werner</a> und hat dann sehr wahrscheinlich auch schon mal seine gebetsmühlenartige vorgetragene Aussage gehört: «Man muss ein bedingungsloses Grundeinkommen erst einmal <em>denken können</em>.»</p>
<p>Dieses &#8220;Etwas denken können&#8221; ist mir am Wochenende auch wieder in den Sinn gekommen, als ich auf einem Treffen von Menschen war, die wie ich in einer dem <a href="http://www.kommuja.de">Kommuja-Netzwerk</a> zugehörigen Kommune leben. Konkret ging es in diesem Moment thematisch um eine gemeinsame Ökonomie von mehreren Kommunen bzw. aller in diesem Netzwerk zusammengeschlossenen Gemeinschaften. </p>
<p>Dabei ist mir aufgefallen, dass in dieser Runde scheinbar kaum jemand eine solche interkommunäre Ökonomie <em>denken konnte</em>. Auch wenn dort alle schon heute eine gemeinsame Ökonomie innerhalb ihrer Kommune leben.</p>
<p>Mit dieser intellektuell anspruchsvollen Erkenntnis, bin ich dann wieder in die KoWa zurückgekehrt. Und beim Nachdenken über dieses <em>Etwas denken können</em>, sind mir zahlreiche Beispiele aus meinem bisherigen Leben eingefallen. So habe ich immer dann in besonders erfolgreichen Mannschaften Fußball gespielt, wenn diese, die Taktik des Trainers <em>denken konnte</em>. Auch konnte ich in meiner Tätigkeit als Konzepter von Webprojekten immer dann ein innovatives Konzept an den Kunden bringen, wenn ich merkte, dass die VertreterInnen der Kundenseite, dieses <em>denken konnten</em>. Und hier der Kommune kenne ich dieses Phä­no­men auch aus Plena und Kleingruppen.</p>
<p>Nun habe ich gerade eben gelesen, dass Paul Kirchhof mal wieder mit dem Vorschlag eines <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,771006,00.html">radikal vereinfachten Steuerkonzepts</a> in den Schlagzeilen ist. Auch hier gibt es wieder allenthalben viele &#8220;Abers&#8221; und &#8220;Wenns&#8221; und ich befürchte, dass es auch hier wieder Probleme mit dem dieses Konzept <em>Denken können</em> geben wird. </p>
<p>Bei den vielen dieser Beispiele, ist es auch oftmals die Vereinfachung, die den Menschen die meisten Schwierigkeiten zu machen scheint. Kann es sein, dass in unserer Gesellschaft auch an analytischen Fähigkeiten fehlt? Einer Sache auf den Grund gehen, sie in ihre Bestandteile gedanklich zerlegen können, um sie dann richtig erfassen &#8230; also <em>denken zu können</em>? </p>
<p>Bei dem, was ich in den letzten Jahren über unser Bildungs- und Schulsystem erfahren und gehört habe, würde mich das nicht weiter wundern. Da wurde bzw. wird viel zu stark auf Fakten-Vermittlung statt auf Problemlösungskompetenzen gesetzt. Aber auch unsere BildungspolitikerInnen und -fachkräfte müssen diesen Paradigmenwechsel auch erst einmal <em>denken können</em>. Oder?!</p>
 <p><a href="http://zellmi.de/?flattrss_redirect&amp;id=764&amp;md5=1301f140fccb9e1eeed7bde069ad4212" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://zellmi.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Zweiundzwanzigster April Zweitausendelf</title>
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		<pubDate>Mon, 16 May 2011 21:07:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Zellmi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Schreiberei]]></category>
		<category><![CDATA[Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Kapitalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Kommuja]]></category>

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		<description><![CDATA[Nun ist er also abgeschafft, der Kapitalismus. Für einige zwar auf eine enttäuschende Art und Weise, da die in diesem Zuge zu erwartenden revolutionären Umwälzungen ausblieben, wie auch einst an der Berliner Mauer. Nun gut. &#8220;Einem geschenkten Gaul, schaut man nicht ins Maul&#8221;, hieß es vielerorts, als am 22. April 2011 Punkt Mitternacht die systemisch, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nun ist er also abgeschafft, der Kapitalismus. Für einige zwar auf eine enttäuschende Art und Weise, da die in diesem Zuge zu erwartenden revolutionären Umwälzungen ausblieben, wie auch einst an der Berliner Mauer. Nun gut. &#8220;Einem geschenkten Gaul, schaut man nicht ins Maul&#8221;, hieß es vielerorts, als am 22. April 2011 Punkt Mitternacht die systemisch, apokalyptische Geißel dieses Planeten im Allgemeinen und der Menschheit im Speziellen endlich abgeschafft war. Woraufhin einige natürlich sofort mit der Frage konterten, ob mensch sich im Post-Kapitalismus überhaupt noch Gäule schenken könne? Daraufhin war nicht selten die Antwort zu hören, dass dies selbstverständlich noch möglich sei, da ja mit der Abschaffung des Kapitalismus nicht automatisch der Rückgriff auf den Sozialismus einhergegangen sei. &#8220;Nicht?&#8221;, wurde dann gefragt und &#8220;Nein&#8221; geantwortet. Was denn anstelle des Kapitalismus eingeführt worden wäre, wollten nun einige wissen. Es sei noch gar nichts eingeführt worden, es sei lediglich etwas abgeschafft worden, nämlich der Kapitalismus. Das wurde dann gefeiert.</p>
<p>Aber auch ohne die viel umjubelte Abschaffung des Kapitalismus, war dieser sowieso auf dem absteigenden Ast. Ihm gingen schlichtweg die Ressourcen aus. Dieser Meinung waren viele, unter ihnen auch die Wirtschaftsnobelpreisträgerin Elinor Ostrom. Sie störte sich besonders an dem extrem unverhältnismäßigen und zügellosen Konsum gerade der westlichen Überfluss-Gesellschaften, deren Kredo die Gewinnoptimierung war. Diese ging generell voll zulasten derer, welche im Kapitalismus auch gerne als &#8220;Arme&#8221; bezeichnet und denen die Ressourcen dieser Welt sowieso weitestgehend vorenthalten wurden. Aus diesem Grund trieb Ostrom die Frage um: &#8220;Wann gehen Menschen sorgsam mit Gemeinschaftsgütern um, anstatt sie zu zerstören?&#8221; Ihre Untersuchungen zeigten auf, dass im Grunde anarchistische Zusammenschlüsse von lokalen Nutzern und Nutzerinnen, dies am umsichtigsten tun. Denn diese geben sich, völlig ohne staatliche oder privatwirtschaftliche Strukturen, eigene Regeln und kontrollieren deren Einhaltung. Die Nutzung dieser lokalen Ressourcen ist in der Regel nicht nur sorgsamer und nachhaltiger, sondern auch ertragreicher. Ist also der Lokalismus das vor der Tür stehende Leitsystem? Wer weiß das heute schon?</p>
<p>In den letzten Tagen des Kapitalismus hatten noch einige Menschen versucht diesen zu retten, indem sie ihn &#8220;grün anstreichen&#8221; wollten. Was natürlich nichts mehr genutzt hatte, denn etwas so farbloses und antibuntes wie den Kapitalismus, hätte kein Mensch mit einer Farbe versehen können. Nichtsdestotrotz gab es Bewegungen wie die so genannte &#8220;Green Economy&#8221;, deren Anhängerinnen und Anhänger versuchten dem neoliberalen Ungetüm Wachstum zu entsagen. Sie hatten sich obendrein auch der Nachhaltigkeit verschrieben. So sollten in der Green Economy für eine Unternehmung die passende Größe gefunden und nicht ausschließlich auf stetiges Wachstum gesetzt werden. An und für sich eine nicht einmal so unvernünftige Überlegung. Allerdings eine, die aus den engen Systemgrenzen des Kapitalismus auch nicht ausbrechen konnte. Oder gar nicht wollte? Den Versuch der Beantwortung dieser Frage können wir uns nun schenken und höchstens noch darüber sinnieren, ob es denn eine Wirtschaftssystematik innerhalb des kapitalistischen Systems hätte geben können, die dessen Abschaffung hätte überflüssig machen können. Frei nach Adorno hätte diese Frage, so sie denn heute noch relevant wäre, durchaus mit der Erkenntnis &#8220;Es gibt kein richtiges System im falschen&#8221; beantwortet werden können.</p>
<p>Dass es sich innerhalb eines Systems nicht wirklich gut systemverändernd agieren lässt, es somit mindestens ein ganz neues System braucht, um sich von den Fesseln des alten zu lösen, damit hat sich auch der Wiener Wirtschaftsdozent Christian Felber auseinandergesetzt. Denn er hat sich die so genannte &#8220;Gemeinwohl-Ökonomie&#8221; ausgedacht. Er wollte diese als eine wirtschaftliche Systemalternative sowohl zur kapitalistischen Markt-, als auch zur zentralen Planwirtschaft verstanden wissen, also als eine neue Alternative zu Kommunismus und Kapitalismus. Dazu wollte Felber die Motiv- und Zielkoordinaten des (privaten) unternehmerischen Strebens umpolen – von Gewinnstreben und Konkurrenz auf Gemeinwohlstreben und Kooperation. Könnte also die Gemeinwohl-Ökonomie das neue System sein? Mit Schlagwörtern wie Nachhaltigkeit, Kooperation, Selbstbestimmung und ökologischer Verantwortung ausgestattet, kommt sie zumindest mal recht sympathisch daher. Natürlich braucht es auch in der postkapitalistischen, globalisierten Zeit einen wohlklingenden englischsprachigen Namen für ein solches System, damit es den Menschen schmackhaft gemacht werden kann. Wie wäre es z.B. mit &#8220;Public Welfare Economy&#8221;? Oder wurde mit dem Kapitalismus auch die Globalisierung abgeschafft? Zu hoffen wäre es ja. Es kann aber auch sein, dass es in der Euphorie um die Abschaffung des Kapitalismus schlichtweg vergessen wurde. Dabei wäre es sehr sinnvoll gewesen, die Globalisierung gleich mit abzuschaffen, da sie ja den Nährboden für die verheerenden Auswirkungen des Turbo-Kapitalismus bildet.</p>
<p>In einer nicht mehr neoliberal globalisierten Welt ließe sich auch wunderbar in diversen Regionen beginnen, ein bedingungsloses Grundeinkommen einzuführen. Oder ist auch dieses überflüssig geworden? Es wäre irgendwie schon schade um dieses Hoffnung spendende sozialpolitische Finanztransfermodell, nach dem jeder Mensch unabhängig von seiner wirtschaftlichen Lage vom Staat eine gesetzlich festgelegte und für alle gleiche finanzielle Zuwendung erhalten hätte. Und dies als individuelles Recht und ohne vorher eine Bedürftigkeit nachzuweisen oder eine Gegenleistung etwa durch eine Erwerbsarbeitspflicht erbringen zu müssen. Im Umfeld des bedingungslosen Grundeinkommens wurden verschiedene Modelle mit unterschiedlichen Zuwendungshöhen diskutiert. Wobei allerdings zum Teil höchst spekulative Summen rauskamen, da z.B. bei dem vom Götz Werner propagierten Modell die komplette Steuergesetzgebung zu einer einzigen Konsumsteuer hätte umgebaut werden müssen – anders als etwa beim Ulmer Transfergrenzenmodell. Im Endeffekt hätte ein Grundeinkommen in jedem Fall eine Höhe haben müssen, die ein Leben oberhalb der finanziellen, sozialen und kulturellen Armutsgrenze ermöglicht hätte. Zudem hätte es auch nicht dazu kommen dürfen, dass soziale und gesellschaftsrelevante Leistungen wie die Gesundheitsvorsorge und das Bildungswesen weiter privatisiert bzw. runtergefahren und zu den durch das Grundeinkommen selbst zu finanzierenden Leistungen eingerechnet worden wären.</p>
<p>Nein, die Abschaffung der uneingeschränkten Gewinnoptimierung im weltweiten Kontext kann gar nicht die Nichteinführung des bedingungslosen Grundeinkommens zur Folge haben. Im Gegenteil. Sie ist dessen unabdingbare Grundlage. Denn nur wenn die Menschen in allen Regionen dieser Welt befähigt worden sind, auf Basis der eigenen, vor dem Zugriff profitgieriger Konzerne geschützten, Ressourcen, ihre Geschicke selbst in die Hände zu nehmen, werden sie dort, wo sie zuhause sind, auf eine herrschaftsfreie und nachhaltige Art und Weise verwurzelt sein können. Diese Verwurzelung sollte dann in aller Regel so stark werden können, dass sie nicht mehr aus einem reinen Selbsterhaltungstrieb heraus in wirtschaftlich scheinbar besser gestellte Regionen flüchten müssen.</p>
<p>Aber natürlich müssen alle Menschen die Freiheit haben, dorthin zu gehen, wohin sie möchten. Freiheit – eine Idee, die gerade in der spätkapitalistischen Zeit schwer zu leiden hatte. Die Menschen wurden bis zur Abschaffung des Kapitalismus so sehr mit Ängsten versorgt, dass viele die Freiheit schon bereitwillig zur Abholung in die Vorgärten ihrer Einfamilien-Eigenheime gestellt hatten. Hinter den mehr als halb zugezogenen Vorhängen ihrer überhöhten Privatsphäre, warteten sie auf die Anlieferung der ihnen immer wieder in Aussicht gestellten Sicherheit. Für die uns allen zustehende alternativlose Sicherheit vor dem islamischen Terrorismus, Ballerspiele zockenden Amokläufern, internetsüchtigen Pädophilen und dem Verlust des Arbeitsplatzes gibt es keinen Kopierschutz. Anders als bei Saatgut, Wasser, Musik und Leben. Da will uns der stramme Kapitalist nur all zu gerne mittels Patenten, Privatisierung und Kopierschutz klar machen, dass es am freien Markt kein gemeinschaftliches Eigentum geben kann. Alle Macht der Wertschöpfung und der Gewinnoptimierung, statt keine Macht für Niemand.</p>
<p>Doch damit ist es ja nun erst mal vorbei – also höchstwahrscheinlich. Denn natürlich werden sich genügend ewiggestrige Anhänger des Kapitalismus finden, die auch heute noch auf dessen Rückkehr spekulieren, wie sie es noch bis vor kurzem auf Derivate, Hedgefonds und Lebensmittelpreise getan haben. Bleibt nur zu hoffen, dass auch diese über kurz oder lang auf den Geschmack von Freiheit, Gleichheit und Solidarität kommen werden. Denn nur dann ist der Kapitalismus wirklich abgeschafft.</p>
<p>&#8212;-<br />
Diesen Artikel habe ich kürzlich zur <a href="http://www.kommuja.de/">Kommuja</a> beitragen dürfen. Dies ist die Zeitschrift des gleichnamigen Netzwerks der politischen Kommunen. Er bezieht sich auf einen Running Gag der seit dem Frühjahr 2010 in einigen linken Kreisen kursierte, dass am 22. April 2011 der Kapitalismus abgeschafft werden würde.</p>
 <p><a href="http://zellmi.de/?flattrss_redirect&amp;id=738&amp;md5=4605e098891ab24c754094395f69c371" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://zellmi.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Eigentlich müssen wir uns nur entscheiden</title>
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		<pubDate>Tue, 03 May 2011 01:08:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Zellmi</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Bedingungsloses Grundeinkommen]]></category>
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		<category><![CDATA[Fromm]]></category>
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		<category><![CDATA[Haben oder Sein]]></category>
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		<description><![CDATA[Zweierlei ist in den letzten Wochen geschehen, was mich nachhaltig beeindruckt hat: Ich habe auf der re:publica in Berlin einem Vortrag von Gunter Dueck beigewohnt und ich habe das Buch Haben oder Sein von Erich Fromm gelesen. Beide haben sich u.a. über etwas ausgelassen, das im Großen und Ganzen sehr diskutabel, und zudem extrem heterogen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://zellmi.de/wp-content/uploads/2011/05/theonlygoodsystem.jpg" alt="" title="The only good system" width="560" height="268" class="alignnone size-full wp-image-723" /></p>
<p>Zweierlei ist in den letzten Wochen geschehen, was mich nachhaltig beeindruckt hat: Ich habe auf der re:publica in Berlin einem <a href="http://youtu.be/MS9554ZoGu8">Vortrag von Gunter Dueck</a> beigewohnt und ich habe das Buch <a href="http://amzn.to/jZVeSj">Haben oder Sein</a> von Erich Fromm gelesen. Beide haben sich u.a. über etwas ausgelassen, das im Großen und Ganzen sehr diskutabel, und zudem extrem heterogen ist: unser Bild von den Menschen.</p>
<p>Aktuell ist unsere Gesellschaft sehr darauf ausgerichtet, dass die Menschen fleißige Leistungsträger sein sollen. Ob sie wollen oder nicht. Und dass sie wollen, ist eigentlich auch nicht vorgesehen. Denn die Menschen sind von Natur aus bequem … wenn nicht gar faul. Das ist dann auch etwas, was sich z.B. alle Befürworter-/innen eines bedingungslosen Grundeinkommens immer wieder anhören müssen: &#8220;Wenn die Leute nicht mehr für ihr Einkommen arbeiten müssen, dann arbeiten sie gar nichts.&#8221;</p>
<p>Menschen wie <a href="http://amzn.to/lReRGH">Götz Werner</a> versuchen diese Sichtweise fast schon gebetsmühlenartig zu entkräften. Dies ist eine Art mit dieser Kritik an den Menschen umzugehen, die denen sehr in die Karten spielt, die die tiefe Verwurzelung dieses &#8220;negativen&#8221; Menschenbildes in allen Bereichen unserer Gesellschaft aufrecht erhalten wollen. Denn dieser &#8220;philosophische&#8221; Wettstreit, ob der Mensch vom Grunde her faul oder ob er eher engagiert ist, kann im Prinzip unendlich weitergeführt werden. Nur dass in dieser Zeit unsere Gesellschaft mit den Auswirkungen der Vorherrschaft des &#8220;faulen&#8221; Menschenbildes weiterleben muss.</p>
<p>Doch Gunter Dueck sagt im Grunde, dass weder die einen, noch die anderen Recht haben. Und damit kann auch keine Gruppe schlussendlich Recht behalten. Darum schlägt er vor, dass wir uns als Gesellschaft doch einfach dafür entscheiden sollen, das vorherrschende Menschenbild zu wechseln. Wir sollten grundsätzlich erst einmal davon ausgehen, dass die Menschen engagiert sind und dann unsere Gesellschaft und ihre Strukturen danach ausrichten.</p>
<p>Ich persönlich würde das gerne so machen. Denn ich glaube, dass eine solche Richtungsentscheidung, also eine kollektive Willensentscheidung, die Basis für eine Gesellschaft ist, die humaner und gerechter miteinander umgeht, die unsere Umwelt mehr Wert schätzt und somit überhaupt erst die Chance hat, im Einklang mit ihr zu leben.</p>
<p>Enorm verblüfft hat mich übrigens, dass Fromm in seinem 1976 erschienenen Buch <em>Haben oder Sein</em> grundsätzlich das Gleiche fordert. Auch wenn er einen etwas andere Ansatz beschreibt. Er spricht von der aktuell vorherrschenden Existenzweise des Habens, die überhaupt erst zur aktuellen Situation in der Welt geführt hat und die im Wesentlichen von der des Seins abgelöst werden muss, um es auch zukünftigen Generationen möglich zu machen, auf diesem Planeten leben zu können. </p>
<p>Im <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Haben_oder_Sein">Wikipedia-Artikel zu Haben oder Sein</a> sind die Maßnahmen zusammengefasst, die Fromm als grundlegend für eine Existenzweise des Sein identifiziert hatte:</p>
<ol>
<li> die Produktion hat der Erfüllung der wahren Bedürfnisse des Menschen und nicht den Erfordernissen der Wirtschaft zu dienen</li>
<li>das Ausbeutungsverhältnis der Natur durch den Menschen ist durch ein Kooperationsverhältnis zwischen Mensch und Natur zu ersetzen</li>
<li>der wechselseitige Antagonismus zwischen den Menschen ist durch Solidarität zu ersetzen</li>
<li>oberste Ziele des gesellschaftlichen Arrangements sind das menschliche Wohlsein und die Verhinderung menschlichen Leids</li>
<li>maximaler Konsum ist durch einen vernünftigen Konsum (Konsum zum Wohle des Menschen) zu ersetzen</li>
<li>der einzelne Mensch ist zur aktiven Teilnahme am gesellschaftlichen Leben zu motivieren</li>
</ol>
<p>Dem ist an dieser Stelle nichts mehr hinzuzufügen … außer, dass ich nur allen empfehlen kann <a href="http://amzn.to/jZVeSj">Haben oder Sein</a> zu lesen.</p>
 <p><a href="http://zellmi.de/?flattrss_redirect&amp;id=721&amp;md5=0f16d01d78d5b78299612b92eccf4f91" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://zellmi.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
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		<title>Empört Euch!</title>
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		<pubDate>Sun, 13 Feb 2011 00:09:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Zellmi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Armut]]></category>
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		<description><![CDATA[Heute Abend habe ich das Buch Empört Euch! des inzwischen 93-jährigen Mitautors der Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, früheren französischen Diplomaten, ehemaligen Résistance-Kämpfer und KZ-Überlebenden Stéphane Hessel gelesen. Das Buch ist kaum länger als ein durchschnittlicher Artikel in Der Zeit und doch ein starkes Werk gegen die himmelschreienden Missstände unserer Zeit. Für Hessel ist das Schlimmste [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://amzn.to/gl5ZFk"><img class="aligncenter size-full wp-image-690" title="Empört Euch! von Stéphane Hessel" src="http://zellmi.de/wp-content/uploads/2011/02/empoerteuch.jpg" alt="" width="560" height="257" /></a></p>
<p>Heute Abend habe ich das Buch <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3550088833?ie=UTF8&amp;tag=zellmi-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3550088833">Empört Euch!</a><img class=" kjfknuevbvizblruarsw kjfknuevbvizblruarsw kjfknuevbvizblruarsw kjfknuevbvizblruarsw kjfknuevbvizblruarsw kjfknuevbvizblruarsw kjfknuevbvizblruarsw kjfknuevbvizblruarsw kjfknuevbvizblruarsw kjfknuevbvizblruarsw kjfknuevbvizblruarsw" style="border: none !important; margin: 0px !important;" src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=zellmi-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=3550088833" border="0" alt="" width="1" height="1" /> des inzwischen 93-jährigen Mitautors der <a href="http://www.ohchr.org/EN/UDHR/Pages/Language.aspx?LangID=ger">Allgemeine Erklärung der Menschenrechte</a>, früheren französischen Diplomaten, ehemaligen Résistance-Kämpfer und KZ-Überlebenden <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Stephane_Hessel">Stéphane Hessel</a> gelesen. Das Buch ist kaum länger als ein durchschnittlicher Artikel in <em>Der Zeit</em> und doch ein starkes Werk gegen die himmelschreienden  Missstände unserer Zeit.</p>
<p>Für Hessel ist das Schlimmste die Gleichgültigkeit. So rät er auch jedem einzelnen Menschen, der das 21. Jahrhundert zu gestalten hat, sich über etwas zu empören, und sich dann dagegen zu engagieren … Widerstand zu leisten. Denn wie er zum Abschluss seines Buches, und damit als Vermächtnis seines langen und engagierten Lebens, schreibt:</p>
<blockquote><p>Neues schaffen heißt Widerstand leisten.<br />
Widerstand leisten heißt Neues schaffen.</p></blockquote>
<p>Hessel gibt uns Jungen zwei zentrale Menschheitsaufgaben mit auf den Weg: Zum einen gilt es, die Menschenrechte und unseren Planeten als Grundlage menschlichen Lebens zu schützen und zum anderen, die immer größer werdende Schere zwischen ganz arm und ganz reich zu bekämpfen und wieder zu verringern.</p>
<p>Die zweite Aufforderung erinnert mich an das, was ich vor ein paar Monaten über die Forschungen der beiden britischen ForscherInnen Richard Wilkinson und Kate Pickett (beschrieben in dem von mir noch nicht gelesenen Buch <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3942048094?ie=UTF8&amp;tag=zellmi-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3942048094">Gleichheit ist Glück: Warum gerechte Gesellschaften für alle besser sind</a><img class=" kjfknuevbvizblruarsw kjfknuevbvizblruarsw kjfknuevbvizblruarsw kjfknuevbvizblruarsw" style="border: none !important; margin: 0px !important;" src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=zellmi-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=3942048094" border="0" alt="" width="1" height="1" />) gehört und gelesen habe:</p>
<blockquote><p>In jahrzehntelanger Forschung haben die beiden Wissenschaftler Richard Wilkinson und Kate Pickett empirische Daten gesammelt und ausgewertet, anhand derer sie den Einfluss der Ungleichheit auf eine Vielzahl der drängendsten sozialen Probleme entwickelter Gesellschaften untersuchen. Die geistige Gesundheit oder der Drogenkonsum der Mitglieder einer Gesellschaft, Lebenserwartung, Gesundheit, Übergewicht, Bildung, die Geburtenrate bei Minderjährigen, die Verbrechensrate und nicht zuletzt die soziale Mobilität: All diese Phänomene hängen statistisch eindeutig davon ab, wie ungleich die Einkommens- und somit Chancenverteilung einer Gesellschaft ist. Ab einem gewissen Einkommensniveau, das etwa auf der Höhe dessen von – ausgerechnet – Kuba liegt, ist es eben nicht mehr die Höhe des Durchschnittseinkommens, die es den Menschen immer bessergehen lässt, sondern die Verteilung des Einkommens.</p></blockquote>
<p>Menschenrechte, Umweltschutz, sowie eine möglichst niedrige und damit sozialverträgliche Differenz zwischen Arm und Reich, sind somit die zentralen Punkte auf der Agenda zu einer friedvollen Welt. Dazu gilt es, dem Finanzkapitalismus, dem neoliberalen Egoismus und dem allgegenwärtigen Konkurrenzdenken, Einhalt zu gebieten. Hessel ruft jedoch eindringlich dazu auf, diese gewaltlos zu tun. Er rät u.a. dazu sich in NGOs zu engagieren, verstärkt auf die modernen Kommunikationsmittel zu setzten und sich nicht von den Massenmedien einlullen zu lassen.</p>
<p>Als ich das lass, musste ich unweigerlich an die jüngsten Ereignisse in Tunesien und Ägypten denken. Vielleicht sollte sich das Nobelpreiskomitee mal ernsthaft  darüber Gedanken machen, stellvertretend für Internet-Pioniere wie <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_Carl_Robnett_Licklider">J.C.R. Licklider</a> oder <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Robert_W._Taylor">Robert W. Taylor</a> (wem die Namen nichts sagen, empfehle ich dringend das kurzweilige Buch <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3932588592?ie=UTF8&amp;tag=zellmi-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3932588592">ARPA Kadabra oder Die Geschichte des Internet.</a><img class=" kjfknuevbvizblruarsw kjfknuevbvizblruarsw kjfknuevbvizblruarsw kjfknuevbvizblruarsw kjfknuevbvizblruarsw" style="border: none !important; margin: 0px !important;" src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=zellmi-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=3932588592" border="0" alt="" width="1" height="1" />), <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tim_Berners-Lee">Tim Berners-Lee</a> den Friedensnobelpreis zu verleihen. Alles andere wäre doch wirklich empörend, oder?!</p>
 <p><a href="http://zellmi.de/?flattrss_redirect&amp;id=689&amp;md5=2646845acc174e9fa751fe11090b443a" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://zellmi.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Am 22. April 2011 wird der Kapitalismus abgeschafft</title>
		<link>http://zellmi.de/2010/06/am-22-april-2011-wird-der-kapitalismus-abgeschafft/</link>
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		<pubDate>Mon, 07 Jun 2010 08:05:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Zellmi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[22. April]]></category>
		<category><![CDATA[Kapitalismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Freut euch! Am Wochenende hat uns die entzückende Nachricht erreicht, dass am 22. April 2011 der Kapitalismus abgeschafft wird. Derzeit ist noch nicht klar, durch was der Kapitalismus ersetzt wird und wie wir dann in Zukunft an unsere Bananen kommen, aber trotzdem erscheint es mir ein guter Grund schon mal eine fette Fete zu planen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://zellmi.de/wp-content/uploads/2010/06/worthless-color.jpg" alt="" title="Wertlos" width="580" height="249" class="aligncenter size-full wp-image-558" /></p>
<p><strong>Freut euch! Am Wochenende hat uns die entzückende Nachricht erreicht, dass <em>am 22. April 2011 der Kapitalismus abgeschafft</em> wird.</strong></p>
<p>Derzeit ist noch nicht klar, durch was der Kapitalismus ersetzt wird und wie wir dann in Zukunft an unsere Bananen kommen, aber trotzdem erscheint es mir ein guter Grund schon mal eine fette Fete zu planen.</p>
 <p><a href="http://zellmi.de/?flattrss_redirect&amp;id=557&amp;md5=5bb86f08c5ee85990e42266fb6ddf3f6" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://zellmi.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Wer baut den Betonmantel?</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Mar 2010 10:28:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Zellmi</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Atomkraft]]></category>
		<category><![CDATA[Super-Gau]]></category>
		<category><![CDATA[Tschernobyl]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit ich vor einiger Zeit im NDR die Dokumentation Die Atomlüge gesehen habe, treibt mich die darin gestellte Frage um: Wer würde im Falle eines Super-GAUs in einem deutschen Kernkraftwerk den Betonmantel bauen? In Tschernobyl hat die Regierung der Sowjetunion so genannte Liquidatoren für diese Arbeit herangezogen. Aber die Sowjetunion hatte völlig andere Machtstrukturen als [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit ich vor einiger Zeit im NDR die Dokumentation <a href="http://www3.ndr.de/sendungen/45_min/videos/atomluege114.html">Die Atomlüge</a> gesehen habe, treibt mich die darin gestellte Frage um: </p>
<p><em>Wer würde im Falle eines Super-GAUs in einem deutschen Kernkraftwerk den Betonmantel bauen?</em></p>
<p>In Tschernobyl hat die Regierung der Sowjetunion so genannte <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Liquidator">Liquidatoren</a> für diese Arbeit herangezogen. Aber die Sowjetunion hatte völlig andere Machtstrukturen als wir in Deutschland. Und vor allem stand nicht an allererster Stelle in ihrer Verfassung: </p>
<blockquote><p>Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.</p></blockquote>
<p>Also? Wer würde den Betonmantel bauen? Der in Tschernobyl wird übrigens Sarkophag genannt …</p>
 <p><a href="http://zellmi.de/?flattrss_redirect&amp;id=467&amp;md5=459e901672a8e50db3f9a5014b401991" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://zellmi.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Auf Wiedersehen, Herr Westerwelle</title>
		<link>http://zellmi.de/2010/02/auf-wiedersehen-herr-westerwelle/</link>
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		<pubDate>Tue, 23 Feb 2010 13:08:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Zellmi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Fonsi]]></category>
		<category><![CDATA[Hartz IV]]></category>
		<category><![CDATA[Kabarett]]></category>
		<category><![CDATA[Kritik]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<description><![CDATA[Punkt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><object width="560" height="450"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/F8UUFa9Lt4Q&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/F8UUFa9Lt4Q&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="560" height="450"></embed></object></p>
<p>Punkt.</p>
 <p><a href="http://zellmi.de/?flattrss_redirect&amp;id=446&amp;md5=f376e870c4775a9dc5a4a0ffcdd18e62" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://zellmi.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Gemeinwohl und Nachhaltigkeit</title>
		<link>http://zellmi.de/2010/01/gemeinwohl-und-nachhaltigkeit/</link>
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		<pubDate>Sat, 23 Jan 2010 10:20:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Zellmi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Felber]]></category>
		<category><![CDATA[Fragen an den Autor]]></category>
		<category><![CDATA[Gemeinwohl]]></category>
		<category><![CDATA[Gemeinwohl-Ökonomie]]></category>
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		<category><![CDATA[Podcast]]></category>
		<category><![CDATA[SR2]]></category>
		<category><![CDATA[Wachstum]]></category>

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		<description><![CDATA[Zur Zeit bin ich auf den real existierenden Kapitalismus gar nicht gut zu sprechen. Das ihm zugrunde liegende &#8220;Wachstum, Wachstum, Wachstum&#8221; erscheint mir absolut unangebracht in einer endlichen Welt. Wobei die Endlichkeit der Welt sich in dem Zusammenhang hauptsächlich auf ihre Funktion als Lebensgrundlage der Menschen bezieht. Auch macht es mich ziemlich mürbe, dass die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zur Zeit bin ich auf den real existierenden Kapitalismus gar nicht gut zu sprechen. Das ihm zugrunde liegende &#8220;Wachstum, Wachstum, Wachstum&#8221; erscheint mir absolut unangebracht in einer endlichen Welt. Wobei die Endlichkeit der Welt sich in dem Zusammenhang hauptsächlich auf ihre Funktion als Lebensgrundlage der Menschen bezieht.</p>
<p>Auch macht es mich ziemlich mürbe, dass die Messlatten für den so genannten Erfolg innerhalb dieses Kapitalismus so fürchterlich willkürlich gelegt werden und dass die Ausgangsbedingungen für die Überquerung dieser Messlatten nicht für alle Menschen gleich sind.</p>
<p>Doch wird wohl alles Gemeckere und Gemosere meinerseits gar nichts helfen; der Kapitalismus hat sich ziemlich festgesetzt. Auch scheint er durch einige menschliche Eigenschaften untermauert zu sein. Aber trotzdem sollten wir seine gegenwärtige Ausprägung nicht einfach so hinnehmen. Wir müssen die Spielregeln dringend ändern. Hierzu gilt es die Grundlagen von wirtschaftlichem Erfolg zu ändern. Nicht die Gierigsten, die Skrupellosten oder die Privilegiertesten dürfen erfolgreich sein, sondern die, die nachhaltig und im Sinne des Gemeinwohls agieren. Nicht Umsatz und Gewinn sollte die Grundlage allen Wirtschaftens sein, sondern der Gemeinnutz und gerne auch wie kooperativ sich die Wettbewerber verhalten.</p>
<p>Einer, der mir diesbezüglich aus der Seele spricht, ist der österreichische Autor und attac-Aktivist Christian Felber. Darum möchte ich auch allen den Mitschnitt einer SR2-Radiosendung aus der Reihe <em><a href="http://www.sr-online.de/sr2/1334/">Fragen an den Autor</a></em> ans Herz legen, in der Christian Felber sein Buch <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3552061118?ie=UTF8&#038;tag=zellmi-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=3552061118">Kooperation statt Konkurrenz: 10 Schritte aus der Krise</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=zellmi-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=3552061118" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /> vorstellt und ausgiebig diskutiert:</p>
<p style="margin-bottom:20px;"></p>
<p>Die von Felber skizzierte Gemeinwohl-Ökonomie ist nach seiner Vorstellung eindeutig ein marktwirtschaftliches System. Nur das darin nicht die Konkurrenz und zu maximierender Finanzgewinn die oberste Maxime ist, sondern das Streben nach allgemeinem Wohl. Wie das funktionieren soll, wird in dieser Sendung anschaulich beschrieben.</p>
<p>Ich habe mir diesen Podcast schon zweimal angehört, da er so dicht mit interessanten Informationen voll gepackt ist, dass mir einmal hören einfach nicht gereicht hat, um sie auch nur annähernd alle aufzunehmen.</p>
<p>Was sagt ihr dazu? Wie hört sich das Konzept der Gemeinwohl-Ökonomie für euch an?</p>
 <p><a href="http://zellmi.de/?flattrss_redirect&amp;id=419&amp;md5=b1b088704268eb7bcbbfd32b1e1e206b" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://zellmi.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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