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	<title>Zellmi &#187; Alternatives Leben</title>
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		<title>Was haben Internet und Kommune gemeinsam?</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Sep 2011 14:37:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Zellmi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Digitale Welt]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich bin ein in einer Gemeinschaft lebender Informatiker. Beides ist mir nicht unbedingt in den Schoss gefallen; und der zu beschreitende Weg, der mich dies heute resümieren lässt, war alles andere als geradlinig. Ich habe auf diesem Weg vieles kennen und oft auch schätzen gelernt, doch ist mein höchster Bildungsabschluss der eines Diplom-Informatikers und auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ich bin ein in einer Gemeinschaft lebender Informatiker. Beides ist mir nicht unbedingt in den Schoss gefallen; und der zu beschreitende Weg, der mich dies heute resümieren lässt, war alles andere als geradlinig. Ich habe auf diesem Weg vieles kennen und oft auch schätzen gelernt, doch ist mein höchster Bildungsabschluss der eines Diplom-Informatikers und auch lebe ich heute in einer Kommune. Das bringt mich zu der Frage, was gerade diese beiden gemein haben? Warum Informatiker? Und warum Kommune?</strong></p>
<p>Eigentlich war ich bis Mitte der Neunziger Jahre des letzten Jahrhunderts auf bestem Wege Ingenieur zu werden. Mein Vordiplom im Fachbereich Energie- und Wärmetechnik hatte ich bereits in der Tasche. Dann passierten innerhalb weniger Monate ein paar entscheidende Dinge: Zunächst entdeckte ich das Internet, dann geriet ich in eine Protestwelle gegen untragbare Studienbedingungen und in deren Folge in eine verantwortliche Position der Studierendenvertretung meiner Fachhochschule. Für diese Aufgabe lies ich sogar mein Studium ruhen. Dieses Intermezzo gepaart mit der Erkenntnis, dass es mir leicht fiel mit dem Internet und am World Wide Web (WWW) zu arbeiten, lies mich dann kurzerhand mein Energie- und Wärmetechnik-Studium abbrechen und ein Informatik-Studium beginnen; als Mittel zum Zweck. Denn ich wollte nicht Informatiker werden, um klassische Software zu entwickeln, ich wollte das Internet mit weiterentwickeln. Somit war es, genau genommen, das Internet, dass mich die Energie aufbringen lies, ein Informatik-Studium abzuschließen.</p>
<p>Was haben also Internet und Kommune gemeinsam? Bei genauer Betrachtung Grundlegenderes als man zunächst denken mag. Eine Kommune ist eine Gemeinschaft. Der Duden definiert Gemeinschaft u.a. erstens als <em>das Zusammensein, -leben in gegenseitiger Verbundenheit</em> und zweitens als <em>Gruppe von Personen, die durch gemeinsame Anschauungen o. Ä. untereinander verbunden sind</em>. Hinzu kommt bei einer Kommune, dass diese Zusammenleben frei von Hierarchien sein soll. Denn Hierarchien sind meist mit Verhältnissen von Herrschaft und Autorität verbunden. Die Grundlage von Herrschaft ist Gehorsam, also prinzipiell das Befolgen von Geboten oder Verboten. In einem System von Herrschaft und Gehorsam sind die Menschen nicht frei und nicht gleich. Dabei heißt es in der Allgemeine Erklärung der Menschenrechte im ersten Artikel: <em>»Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren.«</em></p>
<p>Bei Betrachtung des Internet als ein Netzwerk von Netzwerken, welche, wie ihre Knotenpunkte, durch die Anwendung des Internetprotokolls (IP) untereinander verbunden sind, lassen sich durchaus Parallelen zu den Definitionen für Gemeinschaft ziehen. Jeder Knoten ist in einem solchen System im übertragenen Sinn selbst dafür verantwortlich, dass er an diesem weltweiten Netzwerk teilhaben kann. Ein genau definiertes Protokoll (TCP/IP) bildet dazu die Grundlage; und auf dieser einen Basis sind dann die vielen und vielfältigen Dinge möglich, wie sie für immer mehr Menschen tagtäglich nutzen, verrichten oder konsumieren. Beispiele hierfür sind das WWW, E-Mail, Telefonie oder Radio und Fernsehen.</p>
<p>Eine Gemeinschaft wie etwa eine Kommune ist vom Prinzip her auch eine Netzwerk von Menschen; die im Detail zum Teil sehr unterschiedliche Dinge tun können, aber in einem sich aufeinander beziehenden Rahmen. Damit dieser Rahmen bzw. das System nicht gesprengt wird, also stabil ist, muss das Zusammenspiel in einer solchen Gemeinschaft funktionieren. Dazu ist es hilfreich, dass grundlegende Absprachen getroffen werden, die sich in der Summe auch als Protokoll bezeichnen lassen können. Wie zuvor angedeutet, fehlt es einem System an Hierarchiefreiheit, bei dem diese Absprachen zentral oder von Außen überwacht werden. Daraus folgt, dass diese Absprachen von jedem Knoten des Netzwerks, also bei einer Gemeinschaft, von jedem Gruppenmitglied mitgetragen und im Zusammenwirken als Gruppe bzw. Gruppenbestandteil eingehalten werden müssen. Die Motivation einer Person, Teil eines Gemeinschaftsnetzwerks zu sein, muss somit intrinsisch sein; also ihrer selbst willen bzw. aus sich heraus. So sind dann auch im Rahmen einer solchen hierarchiefreien Gemeinschaft ebenfalls viele und vielfältige Dinge möglich.</p>
<p>Das Internetprotokoll bildet als technische Basis für die Teilhabe an den Diensten des Internets  eine zentrale und wichtige Rolle, derer sich die wenigsten seiner Nutzenden im tägliche Umgang damit bewusst sind. Doch spielt es für den Vergleich von hierarchiefreien Gemeinschaften und IP-basierten Netzwerken nur eine untergeordnete Rolle, ob sich die Nutzer und Nutzerinnen bewusst sind, dass es so etwas wie ein Internetprotokoll gibt. Es ist diesbezüglich viel relevanter, dass die von ihnen genutzte Software, nur deshalb als Internet-Knotenpunkte funktionieren, weil sie von sich aus die Verabredung namens Internetprotokoll einhalten. Darauf sind  sie programmiert. Andere Bezeichnungen für Programm sind Manifest bzw. Grundsatzerklärung.</p>
<p>Eine Grundsatzerklärung ist für eine hierarchiefrei lebende Gemeinschaft ebenso das Fundament gemeinsamen Zusammenlebens, wie das Internetprotokoll das Fundament für die Nutzung des Internets ist. Sie bildet grundlegende Absprachen ab, auf deren Einhaltung sich alle Gruppenmitglieder prinzipiell verlassen können und die sie unüberprüft von sich aus einhalten. Darauf muss sich jedes Mitglied verlassen können, damit sich alle Gruppenangehörigen vertrauen können. Durch von allen Mitgliedern intrinsisch gelebte Grundsätze bekommt die Gruppe Halt und die einzelnen Menschen Sicherheit. Weiter bilden sie in erster Linie das Fundament einer Gemeinschaft und können somit für den Alltag Richtschnur sein. Optimalerweise gibt eine Grundsatzerklärung als Fundament Halt und Sicherheit, ist jedoch als Richtschnur flexibel. D.h. wirklich Grundlegendes ist nicht leicht veränderbar; den Alltag prägen flexiblere Handhaben. Zusammen bilden Grundlagen und Handhaben einen verlässlichen, aber undogmatischen Rahmen für das Zusammenwirken von Gruppen.</p>
<p>Wichtig ist hierbei, dass jedes Gruppenmitglied aus freien Stücken Teil der Gemeinschaft und der internen und externen Prozesse ist. Die Teilnahme von einzelnen Menschen oder Untergruppen an Gruppenprozessen ist optimalerweise immer transparent. So wissen die anderen Mitglieder immer, wer aktuell gerade einem Prozess teilnimmt bzw. daran interessiert ist. Dies dient der Vertrautheit bzw. Verbundenheit, die als Basis für eine Zuverlässigkeit unabdingbar ist. Wissen alle an Gruppenprozessen Beteiligten um die intrinsische Motiviertheit der jeweils anderen, so ersetzt dieses Vertrauen Kontrolle. Hierarchiefreie Gemeinschaften werden also durch Vertrauen, Zuverlässigkeit und beiderseitig bewussten Zugehörigkeitswillen geprägt; und da es sich um eine Netzwerk von Menschen handelt, und nicht von Computersystemen, ist zudem gegenseitiges Wohlwollen von großer Bedeutung, damit ein undogmatisches und bedürfnisorientiertes Zusammenleben möglich ist.</p>
<p>Nach dieser näheren Betrachtung von Internet und Kommune, ist es bei all den gefundenen Parallelen nicht weiter verwunderlich, dass gerade diese beiden Themenkomplexe für mich von so großer Wichtigkeit geworden sind. Und dies sogar ohne die Entwicklung des Internets und der es weiterentwickelnden Internet Society als gemeinnützige Organisationsform anzuführen, welche erstaunlicherweise, trotz ihrer weltwirtschaftlichen Bedeutung, grundsätzlich erhalten werden konnte.</p>
<p>Als Abschluss dieser Betrachtungen möchte ich noch zwei Zitate anführen. Ersteres ist vom  türkischer Dichter <em>Nâzım Hikmet</em> und das zweite wird <em>Konfuzius</em> zugeschrieben:</p>
<blockquote><p>»Leben, einzeln und frei wie ein Baum, und geschwisterlich wie ein Wald, das ist unsere Sehnsucht.«</p></blockquote>
<blockquote><p>»Wenn über das Grundsätzliche keine Einigkeit besteht, ist es sinnlos, miteinander Pläne zu machen.«</p></blockquote>
 <p><a href="http://zellmi.de/?flattrss_redirect&amp;id=801&amp;md5=4cbd5239b5853ed5b7ace145efe96176" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://zellmi.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Los ging&#8217;s</title>
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		<pubDate>Sat, 18 Jun 2011 21:17:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Zellmi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erlebnisse]]></category>
		<category><![CDATA[Kommune]]></category>
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		<description><![CDATA[Mir ist es an dieser Stelle sehr wichtig, zu meiner Zeit auf dem Los Geht&#8217;s, welches über Pfingsten auf einem alten Gutshof in Oberkaufungen stattfand, mehr zu schreiben, als dass es klasse und eine tolle Erfahrung war. Doch muss ich jetzt erst einmal sagen, dass das Los Geht&#8217;s wirklich klasse war und eben auch eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Mir ist es an dieser Stelle sehr wichtig, zu meiner Zeit auf dem Los Geht&#8217;s, welches über Pfingsten auf einem alten Gutshof in Oberkaufungen stattfand, mehr zu schreiben, als dass es klasse und eine tolle Erfahrung war. Doch muss ich jetzt erst einmal sagen, dass das Los Geht&#8217;s wirklich klasse war und eben auch eine tolle Erfahrung.</strong></p>
<p><a href="http://zellmi.de/wp-content/uploads/2011/06/losgehts-pola.jpg"><img src="http://zellmi.de/wp-content/uploads/2011/06/losgehts_thumb.jpg" alt="" title="Los ging&#039;s" width="204" height="236" class="alignleft size-full wp-image-747" /></a>Das Los Geht&#8217;s ist ein Treffen von Menschen, die in Kommune leben, für Menschen, die an einem solchen Leben interessiert sind. Ich habe hier schon an der <a href="http://zellmi.de/2009/06/02/mal-wieder-kommunen-luft-geschnuppert/">einen</a> oder <a href="http://zellmi.de/2010/05/15/kurzbesuch-auf-dem-los-gehts/">anderen</a> Stelle schon mal über die Los Geht&#8217;s der vergangenen Jahre berichtet. Vor zwei Jahren waren Natali und ich als Gemeinschaftsuchende auf dem Los Geht&#8217;s und im letzten Jahr schon als KommunardInnen. Und in diesem Jahr habe ich noch ein drauf setzen können, indem ich die Veranstaltung mitorganisiert habe. Ich war im Vorfeld vor allem für die <a href="http://www.losgehts.eu/">Website</a> und die darüber laufende Anmeldung zuständig.</p>
<p>Zum Los Geht&#8217;s selbst, dass von Freitag (10. Juni) bis Montag (13. Juni) ging, bin ich persönlich am Mittwoch davor angereist. Da hatten andere, vornehmlich aus den Gemeinschaften in <a href="http://www.kommune-niederkaufungen.de/">Niederkaufungen</a>, <a href="http://www.villa-locomuna.de/">Kassel</a> und <a href="http://www.gastwerke.de/">Escherode</a>, schon zwei Tage und einmal eine ganze Woche im Februar auf dem Gelände des alten Gutshof gerackert und geackert &#8230; letzteres kann mensch dabei ruhig wörtlich nehmen.</p>
<p>Eben dieses gemeinschaftliche Arbeiten ist für mich auch das, was das Los Geht&#8217;s für mich zu etwas ganz besonderem gemacht hat. Innerhalb kürzester Zeit wurde aus einem seit Jahren brach liegenden 10.000qm Gelände eine Veranstaltungsort, an dem gut 300 Menschen mehrere Tage Erfahrungen austauschen, diskutieren und feiern konnten. Ohne, dass es dabei welche gegeben hätte, die uns anderen gesagt hätten, wo es lang geht und wie irgendwas zu erledigen ist. Das war wirklich sehr beeindruckend!</p>
<p>Auf dem Los Geht&#8217;s selbst habe ich leider nur zu drei (und zwei davon waren zur Vorstellung der KoWa) der zahlreichen Workshops gehen können, da ich als Mitglied des Orga-Teams allerhand zu tun hatte, wie z.B. Dienst am Kiosk oder Infostand zu machen oder am Freitag Abend zusammen mit einer weiteren Frau aus dem Orga-Team das Eröffnungsplenum zu leiten. Zur Kurzvorstellung der KoWa am Samstag Morgen führte ich mit Elke zusammen einen kleinen Sketch auf, bei dem ich meine Kommune-Diplomprüfung abzulegen hatte und dabei mit meinem Wissen über die KoWa glänzen durfte. Auch das hat sehr viel Spaß gemacht.</p>
<p>Der einzige Workshop, den ich quasi &#8220;nur&#8221; als Teilnehmer besucht habe, beschäftigte sich mit dem überaus spannenden Thema der kommuneübergreifenden gemeinsamen Ökonomie. Auf diesem Gebiet gibt es zwischen einzelnen Gemeinschaften einige zarte Pflänzchen, die meiner Ansicht nach jedoch nur ein ersten Anfang sein können. Dieser Workshop soll jedoch eine Vertiefung finden, auf dem Kommune-Treffen kommende Woche in der Kommune Niederkaufungen. Es wird eben nie langweilig &#8230; glaubt es mir.</p>
 <p><a href="http://zellmi.de/?flattrss_redirect&amp;id=742&amp;md5=a59e9932b5c6eadd89aa13b5c0b15d30" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://zellmi.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Unser Kommune-Projekt … Rückblick, Stand heute, Ausblick</title>
		<link>http://zellmi.de/2010/03/unser-kommune-projekt-%e2%80%a6-ruckblick-stand-heute-ausblick/</link>
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		<pubDate>Sat, 06 Mar 2010 12:59:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Zellmi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommune]]></category>
		<category><![CDATA[Alternatives Leben]]></category>
		<category><![CDATA[KoWa]]></category>
		<category><![CDATA[Waltershausen]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit vergangenem Dienstag ist es nun auch zu 100% sicher, dass Natali und ich im April in die Kommune Waltershausen (KoWa) ziehen werden, um dort zunächst mal für ein halbes Jahr auf Probe zu leben. Zuvor waren wir uns zwar auch sehr sicher, dass das klappen wird, aber am Dienstag wurden unsere Probezeitanträge nun auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Seit vergangenem Dienstag ist es nun auch zu 100% sicher, dass Natali und ich im April in die Kommune Waltershausen (KoWa) ziehen werden, um dort zunächst mal für ein halbes Jahr auf Probe zu leben. Zuvor waren wir uns zwar auch sehr sicher, dass das klappen wird, aber am Dienstag wurden unsere Probezeitanträge nun auch im KoWa-Plenum hochoffiziell abgesegnet.</strong></p>
<h3>Rückblick</h3>
<p>Die Schwester meines Vaters lebt seit über 20 Jahren in einer Kommune in Niederkaufungen bei Kassel. Daher kenne ich das Konzept schon sehr lange. Und als sich vor ein paar Jahren Natalis und meine Studienzeit dem Ende zuneigte, hatten wir fest vor, dort in die Kommune einzusteigen. Ein paar unvorhersehbare Umstände, etwas Angst vor der eigenen Courage und ein unbestechliches Bauchgefühl haben uns damals davon absehen lassen. Mit anderen Kommunen hatten wir uns damals nicht beschäftigt und somit sind wir dann auch erst einmal in trauter Zweisamkeit in die Stuttgarter Ecke gezogen, haben ein doppeltes Einkommen ohne Kinder erwirtschaftet und IKEA halb leer gekauft.</p>
<p>Vergangenes Jahr an Pfingsten sind wir durch glückliche Umstände auf dem <a href="http://www.losgehts.eu/">Kommunen-Treffen Los geht&#8217;s</a> gelandet und hatten beide sofort wieder ein gutes Gefühl. Wir lernten dort einige Menschen und Gruppen kennen und starteten in den kommenden Monaten eine Besuchsserie in mehreren Kommunen. Doch seit Herbst vergangenen Jahres, haben wir uns dann auf die KoWa fokussiert. Die Gruppe dort hat mit um die 15 Menschen eine zum Ankommen angenehme Größe, die alte Puppenfabrik und das Grundstück drumherum sind toll und das seit 2003 bestehende Projekt ist nicht mehr ganz am Anfang, aber es gibt noch viel (Mit-)Gestaltungsmöglichkeiten. Außerdem haben wir uns dort vom ersten Tag an sehr willkommen und wohl gefühlt. Auch orientieren sich die Grundwerte dort an denen der Kommune Niederkaufungen, die für uns somit zum einen nicht neu sind und zum anderen auch so, wie wir sie gut finden.</p>
<h3>Stand heute</h3>
<p>Nach einigen Besuchen und einem von der Gruppe vorgegebenen Prozedere mit Probezeitanträgen und einigen Gesprächen, wird es nun bald losgehen. Bei mir auf der Arbeit ist Ende März Schluss und die Wohnung hier in Schwaikheim ist für Ende April gekündigt. Das heißt, wir werden im April umziehen. Die erste, kleine Wagenladung an Sachen ist von uns schon vergangenes Wochenende gen Thüringen gebracht worden und Natali ist derzeit auch noch dort und hilft schon mal bisschen beim Renovieren eines Zimmers, welches wir dann auch erst einmal beziehen werden. Wenn es klappt, werden wir noch einen zweiten Raum dazu bekommen, so dass wir vielleicht schon von Anfang an einen Wohn-/Schlafraum und einen Arbeits-/Lagerraum haben werden. In den kommenden Wochen und Monaten soll dann ein bisher noch brachliegender Gebäudeteil ausgebaut werden, so dass wir dann hoffentlich bald alle beide ein richtig eigenes Zimmer bekommen werden.</p>
<h3>Ausblick</h3>
<p>In gut vier Wochen geht es dann richtig los. Erst steht dann mal der Umzug an. Davor graut es mir am meisten. Ich schätze mal, dass IKEA nicht bereit ist, die Sachen einfach wieder abzuholen. Vor allem die Küche macht mir noch ein bisschen Bauchschmerzen. Meine Mutter, die in Mittelhessen lebt, hat zwar Interesse angemeldet, aber am allerliebsten wäre es mir, wenn sich bald Nachmieter finden würden, die dann auch die Küche übernehmen würden.</p>
<p>Wenn wir dann in der KoWa mit Sack und Pack angekommen sind, werden wir uns wohl erst einmal ein paar Tage/Wochen gönnen, um dort auch vom Kopf her anzukommen. Es wird dann auch gelten, sich in die alltäglichen Arbeitsabläufe einzugliedern und unsere eigenen Zuständigkeiten und Aufgaben zu finden.</p>
<p>Trotzdem werde ich versuchen recht zeitnah ein Gewerbe anzumelden und mich zudem nach Fördergeldern und -möglichkeiten umzusehen. Ich möchte dann in Zukunft weiterhin als Web-Kreativer betätigen, nur dann eben auf selbstständiger Basis. Aber trotz dieser Selbständigkeit, hoffe ich es vermeiden zu können, dass ich von meinen Tätigkeiten wieder zu eingleisig werden. Ich möchte in Zukunft auch regelmäßig mal was &#8220;mit meinen Händen&#8221; arbeiten und schaffe es hoffentlich auch mal wieder auf eine Bühne, um dort die Gesellschaft und die Politik kabarettistisch zu betreuen. Doch wie mir glaubhaft vermittelt wurde, ist es nicht unüblich, dass Menschen, die in die Kommune einsteigen, meisten viel mehr Ideen, Träume und Wünsche mitbringen, als im Endeffekt an Zeit zum Umsetzen da ist.</p>
<p>Was ich mir aber fest vorgenommen habe: Ich möchte meinen Einstieg, und dann hoffentlich meinen Alltag in der Kommune, hier auch weiterhin ein bisschen dokumentieren. Hierbei gilt es sicherlich ein gutes Maß zu finden, dass ich zum einen die Privatsphäre meiner MitkommunardInnen vollkommen und uneingeschränkt respektiere und auch keine vertraulichen Interna ausplaudere, aber zum anderen doch auch einen authentischen und möglichst ganzheitlichen Eindruck skizzieren kann.</p>
<p>Tja, Leute … unsere Zeit im Schwabenländle neigt sich nun definitiv dem Ende zu. Es gibt mir aber ein gutes Gefühl, dass ich hier hauptsächlich Menschen kennengelernt habe, die es ziemlich gut drauf haben, digital zu kommunizieren. So dass es sicherlich möglich ist, die eine oder andere Freundschaft aufrecht zu erhalten. Außerdem freuen wir uns auf viele Besuche. Ist echt eine schöne Ecke dort, die viel zu bieten hat. Das war jetzt definitiv eine Einladung ;-)</p>
 <p><a href="http://zellmi.de/?flattrss_redirect&amp;id=450&amp;md5=5e829cc6f93de5a3ebc49d3944ef6713" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://zellmi.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Warum ich in eine Kommune ziehen werde</title>
		<link>http://zellmi.de/2009/12/warum-ich-in-eine-kommune-ziehen-werde/</link>
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		<pubDate>Wed, 16 Dec 2009 17:42:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Zellmi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Kommune]]></category>
		<category><![CDATA[Alternatives Leben]]></category>
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		<category><![CDATA[KoWa]]></category>
		<category><![CDATA[Waltershausen]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>

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		<description><![CDATA[Nichts im Leben ist sicher. So auch nicht, ob wir nun wirklich unseren derzeitigen Wunschlebensentwurf dauerhaft leben werden. Doch steuern wir derzeit mit riesigen Schritten auf ihn zu. Der Plan ist gefasst und so gut wie derzeit möglich terminiert. Wahrscheinlich werden wir ab April nach Waltershausen ziehen und in der dortigen Kommune eine Probezeit beginnen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-full wp-image-384" title="treppe_kowa" src="http://zellmi.de/wp-content/uploads/2009/12/treppe_kowa.jpg" alt="treppe_kowa" width="580" height="150" /></p>
<p>Nichts im Leben ist sicher. So auch nicht, ob wir nun wirklich unseren derzeitigen Wunschlebensentwurf dauerhaft leben werden. Doch steuern wir derzeit mit riesigen Schritten auf ihn zu. Der Plan ist gefasst und so gut wie derzeit möglich terminiert. Wahrscheinlich werden wir ab April nach Waltershausen ziehen und <a href="http://www.kommune-kowa.de/">in der dortigen Kommune</a> eine Probezeit beginnen.</p>
<p>In den letzten Monaten, in denen dieser Plan reifte und von uns gestaltet wurde, habe ich mit vielen Menschen über das Leben in einer Kommune sprechen dürfen. Diese Gespräche waren meistens relativ lange und intensiv. Denn dieser Lebensentwurf scheint es irgendwie in sich zu haben. Klar, denn er scheint auch erst einmal nicht viel mit der üblichen Vita eines Erwachsenen im noch frischen 21. Jahrhundert zu tun zu haben.</p>
<p>Interessanterweise habe ich immer wieder das Gefühl, bei diesen Gesprächen Einiges über mein Gegenüber zu erfahren. Die Gespräche drehen sich immer wieder um ziemlich konkrete Punkte, in denen ich oftmals bestimmte Grundängste des jeweiligen Menschen zu erkennen meine. Sehr oft dreht sich so ein Gespräch um das Thema Geld und Vermögen. Aber auch Befürchtungen in Richtung einer sektenähnlichen Abhängigkeit, werden relativ häufig benannt. Auch kommen Zweifel auf, ob eine solches Projekt ohne Hierarchien überhaupt funktionieren kann. Ohne sie alle aufführen zu wollen, kann ich sagen, dass es noch weitere, immer wiederkehrende Schwerpunkte in den jeweiligen Gesprächen gab. Und ich bin sehr dankbar, dass ich darüber diskutieren durfte. Denn ich habe dabei sehr viele Denkanstöße bekommen. Diese haben mich nur all zu oft eine Zeit lang begleitet und mir geholfen, die Entscheidung pro Kommune mit dem guten Gefühl zu treffen, denn so habe ich sehr viele, sehr unterschiedliche Aspekte be- bzw. durchdenken können.</p>
<p>Doch Einiges wird sich auch durch noch so viele weitere Gespräche, grüblerische Stunden und Kommunen-Besuche nicht klären lassen. Und darum soll dieses Theoretisieren und Gast sein, nun ein Ende haben. Ich, und Natali denkt da absolut gleich, muss es nun erleben. Es kann scheitern. Ich versuche mich auch auf ein Scheitern vorzubereiten. Ich versuche mir durchaus bewusst darüber zu sein, was ich riskiere. Das heißt, was ich an Bestehendem aufgebe und welche Risiken es hat, einen solchen Schritt zu wagen.</p>
<p>Ich versuche mir darüber klar zu werden, welche meiner Charaktereigenschaften ein Leben in einer solch verbindlichen Gemeinschaft erschweren werden. Für mich und für die anderen Menschen dort. Ist es wirklich kein Problem für mich, dass ich kein eigenes Vermögen haben werde, sondern stattdessen ein gemeinschaftliches? Aktuell beantworte ich mir diese Frage, aus ganzem Herzen und mit soviel Verstand wie möglich, mit einem klaren Ja. Sowie ich für mich auch ein deutliches Plus an Lebenschancen sehe. So möchte zum Beispiel ich mehr Zeit haben können, mich gesellschaftspolitisch zu engagieren und zu wirken.</p>
<p>Aber nicht nur Zeit, sondern auch Raum, ist für mich ein gutes Argument pro Kommune. Zwar werde ich persönlich nur ein eigenes Zimmer haben, dass im Prinzip einem WG-Zimmer gleich kommt, aber drumherum gibt es so viel Raum, um damit zu leben, zu wirken, zu arbeiten und ihn zu genießen. Es wird jedoch gemeinschaftlich genutzter Raum sein. Ich werde, nicht nur diesbezüglich, gemeinschaftlich beschlossene Regeln und Absprachen einhalten müssen bzw. diese zunächst erst einmal herbeiführen müssen. Auf Grund dieser Regeln und Absprachen, werden viele alltägliche Dinge und Abläufe ähnlich schnell und unkompliziert zu bewerkstelligen sein, wie wenn ich nicht in einer Kommune leben würde. Doch einiges wird vorher zu besprechen sein. Aber machen wir uns doch mal nichts vor, so frei in unseren Entscheidungen, wie wir immer denken, sind wir doch längst nicht. Und die Entscheidungen in einer Kommune sind zudem auch Konsens-Entscheidungen. Es wird nur zu oft mühselig sein, einen Konsens zu finden. Doch dann ist es eine belastbare und für alle tragbare Entscheidung, die deutlich größere Chancen hat, im Alltag nicht hinderlich zu sein oder unter zugehen.</p>
<p>Wer mich kennt, weiß, dass ich nicht an Gott oder ähnliches glaube. Daraus kann ich also auch beim besten Willen keinen Sinn für das Leben ableiten. Vielleicht bin ich deshalb auch so sehr auf diese Schiene des weltverbesserischen Ökos geraten. Einer Rolle, in der ich mich wohl fühle. Doch mit diesem Rollenanspruch kann man auch durchaus auf die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/LOHAS">LOHAS</a>-Spur geraten. Dazu bin ich aber einfach zu konsumkritisch bzw. habe eigentlich den Anspruch dies zu deutlich zu sein. Ich bin nämlich der Meinung, dass die Nachhaltigkeit das Wachstum als globalen Leitgrundsatz ablösen muss. Und Nachhaltigkeit kann ich in einer Kommune besser leben, als in einer klassischen, stark durch Erwerbsarbeit geprägten Zweier- bzw. Familien-Konstellation.</p>
<p>Ich habe mir auch schon die Frage gestellt, ob ich einen alternativen Lebensstil nicht nur leben, sondern auch <em>vor</em>leben möchte. Das kann man schon so sehen. Doch bei genauerem Hinsehen, wird hoffentlich klar, dass ich nicht den Kommune-Lebensstil vorleben bzw. predigen möchte. Doch ich möchte deutlich aufzeigen, dass es immer auch anders geht; dass es Alternativen zum Mainstream gibt. Wie ich schon angedeutet habe, bin ich dabei auch der Meinung, dass wir nicht daran vorbei kommen, unsere globale Gesellschaft umzubauen. Doch diese Aufgabe ist in sich so komplex, dass es wohl nur ganz vereinzelt Menschen bewerkstelligen können, in einem ausreichenden Großen und Ganzen zu denken. Aber in aller Regel leben wir im Kleinen und Individuellen. Und da möchte ich gerne dazu anregen, dass sich jede und jeder darüber im Klaren ist, dass es auch immer &#8220;Anders&#8221; geht. Stichworte sind hier zum Beispiel das <a href="http://www.syndikat.org/">Mietshäuser Syndikat</a>, <a href="http://www.attac.de/">Attac</a>, <a href="http://netzlogbuch.de/arbeitsplatz/green-car-die-zukunft-des-mobilen/">Green Car</a>, <a href="http://www.bioenergiedorf.de/">Bioenergiedorf</a> oder wie schon erwähnt, der LOHAS. Mein persönliches Stichwort ist nun, um in der Metapher zu bleiben, <em>Kommune</em>. Und ich bin froh, dass die Frau, mit der ich auf Grund von Liebe, möglichst intensiv zusammenleben möchte, <a href="http://www.natali-haug.de/index.php?s=Kommune">dies gemeinsam mit mir, auch zu ihrem Stichwort gemacht hat</a>.</p>
<p>Auch froh bin ich, dass mein bisheriger <a href="http://www.seitenblick.de/">Arbeitgeber</a> die ganze Sache unterstützt. Das macht es mir zum einen einfacher, die ganze Sache jetzt in einer offenen und ehrlichen Art und Weise anzugehen. Zum anderen möchte ich mich in der Kommune gerne als selbstständiger Web-Schaffender betätigen und habe somit schon einen ersten potenziellen Auftraggeber an der Angel. Sehr schön ist zudem, dass dort in der Kommune Waltershausen schon ein weiterer Web-Worker lebt und es somit die konkrete Aussicht auf ein von mir schon lange erträumtes Web-Kollektiv gibt.</p>
<p>Doch gehört es zum Glück zum Kommuneleben zwingend dazu, dass man nicht nur seiner Erwerbsarbeit nachgeht, sondern auch so genannte reproduktive Arbeit (Küche, Kinderbetreuung, Feuerholz, etc.) leistet und auch in anderen Arbeits- oder Tätigkeitsbereichen aushilft, wie etwa der Kneipe oder im Garten. Aus meiner jetzigen Sicht, ist das für mich viel weniger ein Muss, als Chance auf Ausgleich. Ein Ausgleich, der es mir sicherlich auch einfacher machen dürfte, meine Erwerbstätigkeit dauerhaft zu mögen und zu schätzen; darin nicht auszubrennen.</p>
<p>Und nun: Drück&#8217; uns die Daumen &#8230; wenn du möchtest.</p>
 <p><a href="http://zellmi.de/?flattrss_redirect&amp;id=379&amp;md5=467427c3fda522920d2d2f940963d444" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://zellmi.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>&#8220;Urlaub in unserer Zukunft?&#8221; oder &#8220;Ob sich ein Traum leben lässt?&#8221;</title>
		<link>http://zellmi.de/2009/11/urlaub-in-unserer-zukunft-oder-ob-sich-ein-traum-leben-lasst/</link>
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		<pubDate>Thu, 19 Nov 2009 18:22:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Zellmi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommune]]></category>
		<category><![CDATA[Tätigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Alternatives Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Projekt]]></category>
		<category><![CDATA[Urlaub]]></category>
		<category><![CDATA[Waltershausen]]></category>

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		<description><![CDATA[In den letzten Stunden des Jahres 2008 haben Natali und ich uns für das neue Jahr vorgenommen, uns zu entscheiden. Wir wollten uns entscheiden, wo die Reise unserer Lebens hin gehen soll. Schließlich wurde Natali in diesem Jahr 30 und ich werde im kommenden 40 Jahre alt. Da kann man schon mal langsam anfangen etwas [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.kommune-kowa.de/"><img class="aligncenter size-full wp-image-327" title="kowa_wohnhaus" src="http://zellmi.de/wp-content/uploads/2009/11/kowa_wohnhaus.jpg" alt="kowa_wohnhaus" width="580" height="321" /></a></p>
<p><strong>In den letzten Stunden des Jahres 2008 haben Natali und ich uns für das neue Jahr vorgenommen, uns zu entscheiden. Wir wollten uns entscheiden, wo die Reise unserer Lebens hin gehen soll. Schließlich wurde Natali in diesem Jahr 30 und ich werde im kommenden 40 Jahre alt. Da kann man schon mal langsam anfangen etwas verbindlichere Zukunftspläne zu machen.</strong></p>
<p>Wir hatten einige Optionen im Angebot. Dazu gehörte sogar das von Natalis Mutter vorgeschlagene Auswandern nach Irland. Auch haben wir ernsthaft überlegt, ein altes Haus zu kaufen, um es aufzumöbeln. Natali reizte daran, sich handwerklich austoben zu können. Ich freute mich eher auf den Garten und die Gartenarbeit. Gar nicht mehr so richtig auf der Rechnung hatten wir <a href="http://www.natali-haug.de/?p=237">unsere frühere Idee von einem Leben in Gemeinschaft</a>. Diese Idee erneuerte sich er nach dem <a href="http://zellmi.de/2009/06/02/mal-wieder-kommunen-luft-geschnuppert/">Besuch beim <em>Los geht&#8217;s 2009</em></a>.</p>
<p>Nachdem die Idee vom Leben in einer Kommune bei uns noch vor einem Jahr fast völlig vom Tisch war, ist sie heute aktueller denn je. In der Folge des <em>Los geht&#8217;s</em> haben wir insgesamt drei Kommunen besucht. Die erste … <a href="http://www.hof-rossee.de/">die <em>Kommune Hof Rossee</em></a> … liegt zwischen Kiel und Flensburg, also dort, wo wir gerne Urlaub machen. <a href="http://zellmi.de/2009/09/15/besuch-der-kommune-niederkaufungen/">Auch waren wir mal wieder in der <em>Kommune Niederkaufungen</em></a> und damit in der Kommune, in die wir 2006 schon fast einmal eingezogen wären. Die dritte Kommune, die wir besuchten, war die <em>KoWa</em> in Waltershausen. Nach einem <a href="http://zellmi.de/2009/09/01/ein-besuch-in-der-puppenfabrik/">gemeinsamen Schnupperwochenende Ende August</a> und <a href="http://www.natali-haug.de/?p=470">Natalis Erntehilfe vor ein paar Wochen</a>, waren wir die vergangene Woche wieder dort. Und um es vorweg zu nehmen: Wir wären am Liebsten direkt dort geblieben.</p>
<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Waltershausen">Waltershausen</a> liegt in Thüringen, ganz grob zwischen Erfurt und der Grenze zu Hessen. Also gar nicht mal so weit von meiner alten Heimat entfernt. Die beiden Hauptsehenswürdigkeiten sind das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Tenneberg">Schloss Tenneberg</a> und die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Stadtkirche_%28Waltershausen%29">Stadtkirche</a>, die als Vorläuferin der Dresdner Frauenkirche gilt. Ein weiteres unter Denkmalschutz stehendes Gebäude im etwas mehr als 10.000 Einwohner zählenden Waltershausen ist die Puppenfabrik. Und genau dort findet man seit 2003 die <em>Kommune Waltershausen</em>.</p>
<p>In der <em>KoWa</em> leben derzeit 16 Menschen, darunter ein Dauergast, vier Kinder und drei Menschen in Probezeit. Und letzteres streben wir für das kommende Jahr auch an. Wir wollen dort gerne eine Zeit lang auf Probe leben. Dieses halbe Jahr wäre für uns eine Zeit, in der wir hoffentlich heraus finden können, ob das Leben in einer Gemeinschaft für uns dauerhaft geeignet ist und ob wir dann dort ganz einsteigen möchten. Wir können in dieser Zeit erproben, ob wir Entscheidungen, die die Gruppe betreffen, immer im Konsens treffen können? Sehen, ob wir damit klar kommen, kein eigenes Vermögen aufzubauen und bei allem eine Nummer größer zu denken? Herausfinden, ob es nervig ist, in WG-artigen Wohnungen zu leben. Auch ist zu klären: Kommt man mit den anderen Leuten in der Kommune klar? Jeweils persönlich oder auch mit der gesamten Gruppe. Erkenne ich immer meine eigenen Bedürfnisse und kann ich sie in ein gesundes Verhältnis zu den Bedürfnissen der anderen KommunardInnen und der gesamten Gruppe stellen? Und nicht zuletzt müssen Natali und ich erproben, ob wir sowohl als Paar, als auch als Individuen in der Gemeinschaft ankommen und sein können.</p>
<p>Diese und weitere Überlegungen würden mich wohl auch über eine &#8220;erfolgreiche&#8221; Probezeit hinaus begleiten. Doch ist da noch mehr. Vor allem ist da die Chance, ein Leben zu führen, das unsere Vorstellung von dem, was Arbeit ist und was nicht, in ein ganz anderes Licht taucht. Ein Leben, das das &#8220;Konzept Chef&#8221; aus gutem Grund nicht vorsieht und das zum Beispiel die Arbeit im und am Haus und die Erwerbsarbeit in ihrer Akzeptanz gleich stellt … sowie auch die Arbeit für den Erhalt der Gruppe. Einer Gruppe, in der Probleme und Befindlichkeiten gemeinschaftlich und zur Zufriedenheit <em>Aller</em> gelöst werden müssen, die dazu aber auch wirklich die notwendige Zeit und Ressourcen investiert.</p>
<p>Leben in einer Kommune ist also vor allem mit Umdenken verbunden. Und da freue ich mich drauf, denn der gerade Weg war mir schon immer zu beschwerlich.</p>
 <p><a href="http://zellmi.de/?flattrss_redirect&amp;id=321&amp;md5=da1eb910f0b123d2f0b4325581290e80" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://zellmi.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Besuch der Kommune Niederkaufungen</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Sep 2009 14:51:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Zellmi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erlebnisse]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Kommune]]></category>
		<category><![CDATA[Alternatives Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Kommune Niederkaufungen]]></category>
		<category><![CDATA[Natali]]></category>
		<category><![CDATA[Urlaub]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Sonntag Abend bis Freitag Nachmittag der vergangenen Wochen haben Natali und ich die Kommune in Niederkaufungen bei Kassel besucht. Das Ganze nannte sich Kennenlernwoche und eine solche findet dort recht regelmäßig alle 1-2 Monate statt. Sie dient zum einen den Menschen, die schauen wollen, ob sie in einer bzw. dieser Gemeinschaft leben wollen, zum [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://zellmi.de/wp-content/uploads/2009/09/kommuneniederkaufungen.jpg" alt="kommuneniederkaufungen" title="kommuneniederkaufungen" width="580" height="320" class="aligncenter size-full wp-image-280" /></p>
<p>Von Sonntag Abend bis Freitag Nachmittag der vergangenen Wochen haben Natali und ich die <a href="http://www.kommune-niederkaufungen.de">Kommune in Niederkaufungen</a> bei Kassel besucht. Das Ganze nannte sich Kennenlernwoche und eine solche findet dort recht regelmäßig alle 1-2 Monate statt. Sie dient zum einen den Menschen, die schauen wollen, ob sie in einer bzw. dieser Gemeinschaft leben wollen, zum anderen aber auch den Kommunardinnen und Kommunarden in Niederkaufungen, um diese Menschen besser kennenlernen zu können.</p>
<p>Leider habe ich nur Montag und Dienstag so richtig mitarbeiten können, da ich mir einen heftigen Sonnenstich eingefangen habe und den kompletten Mittwoch auf unserem Zimmer in der Kommune-Gästewohnung und dort im Bett verbringen musste. Donnerstag hab ich mich dann zwar wieder unters Volk mischen können, doch hat man mich nichts arbeiten lassen. Was allerdings sehr interessant, aber auch informativ war. Ich habe mir einiges der umfangreichen schriftlichen Kommunikation durchgelesen, die dort immer am Schwarzen Brett ausgehängt ist und zur Entscheidungsfindung beiträgt. Die Entscheidungen werden in dieser, wie in vielen anderen Kommunen nach dem Konsensprinzip getroffen. Die Entscheidungsfindung wird damit nicht unbedingt einfacher, aber dafür gerecht und die durch einen solch intensiven Prozess gegangen Entscheidungen sind nachhaltiger und oftmals auch besser, weil durchdachter.</p>
<p>Neben dem Lesen von allerhand Papieren und Dokumenten, habe ich aber auch viele nette kürzere oder längere Gespräche führen können. Zum Anfang der Woche auch bei der Arbeit, wie zum Beispiel mit einer Kommunardin, die derzeit in der Probezeit ist. Wir haben auf einer Weide den Zaun ausgebessert, der in einem Bachlauf von einigen herab fallenden Ästen und umgefallenen Bäumen in Mitleidenschaft gezogen wurde. Für mich als Kind von Dorf und jetzigen Im-Büro-Arbeiter eine tolle Abwechslung. Ein weiteres Kontrastprogramm war es für mich einen Tag auf dem Dach eines etwas größeren Schuppens zu verbringen und den diesen komplett überwuchernden wilden Wein herunter zu scheiden. Leider habe ich mir zu spät eine Mütze besorgt und so erst gar nicht bemerkt, dass die September-Sonne doch noch ganz schön Power hat.</p>
<p>Dort in der Kommune krank zu sein, hatte als Erfahrung aber auch sein Gutes. Wenn ich krank bin, will ich normalerweise immer nur eins: Heim in mein Bett und dort jammernd leiden. Dass ich es dort aber auch krank ganz gut aushalten konnte … natürlich mit der immer wieder nach mit sehenden und mich mit Tee und Zwieback versorgenden Natali an meiner Seite … diese Erkenntnis fand ich durchaus als sehr wertvoll.</p>
<p>Doch besonders eine Frage stellt sich mir derzeit nachhaltig, bei der ich jetzt noch nicht weiß, wie ich schlussendlich damit umgehen kann und will. In der Kommune ist derzeit die Nutzung von Handys und WLANs in den Gebäuden per Konsensbeschluss untersagt. Ich habe viel darüber nachgedacht und bin aktuell der Meinung, dass ich damit klarkommen kann. Ich würde meinen IT-Arbeitsbereich schon irgendwie danach gestalten können. Viel mehr mach ich mir Gedanken darüber, wie es der Kommune in Niederkaufungen gelingen kann, diesbezüglich einen zukunftsfähigen Kompromiss zwischen den Chancen der IT-Nutzung und einer Minimierung der Strahlenbelastung hin zu bekommen. Aber vielleicht braucht es dort auch gerade wegen solcher Fragen einen Menschen wie mich, der ihnen die Vorzüge einer web-basierten Gesellschaft vorlebt. Und vielleicht kann auch ich bei meinen konzeptionellen Überlegungen zur Gestaltung von Webseiten, auf die kritischen Sichtweisen einiger Kommunardinnen und Kommunarden zurückgreifen.</p>
<p>Trotz meinen Problemen mit den Strahlungen verschiedenster Art, habe ich mich in dieser Woche recht wohl gefühlt und gemerkt, dass ich deutlich entspannter an die ganze Kommunen-Geschichte herangehe, als bei unserem ersten Anlauf, den wir vor gut dreieinhalb Jahren erst einmal abgebrochen haben. Ich will jetzt nicht mehr ewig weiter Theoritisieren und Abwägen, sondern bin der Meinung, dass alle Fragen, die jetzt noch zu beantworten sind, nur durch wirkliches Leben, Arbeiten und Wirken in einer Kommune geklärt werden können. Derzeit überlegen Natali und ich nur noch, welche Gemeinschaft denn wohl die passendste für uns ist. Die Würfel sind zwar gefallen, trudeln aber noch &#8230;</p>
 <p><a href="http://zellmi.de/?flattrss_redirect&amp;id=279&amp;md5=e41f8350d084ad2c45a24451dc56cf49" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://zellmi.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Ein Besuch in der Puppenfabrik</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Sep 2009 18:21:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Zellmi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erlebnisse]]></category>
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		<category><![CDATA[Kommune]]></category>
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		<description><![CDATA[Nachdem wir vorletztes Wochenende auf dem schönen Hoffest der Kommune Niederkaufungen waren, haben wir am vergangenen unsere kleine Kommune-Sommer-Tour fortgesetzt und besuchten die Kommune Waltershausen. Dort hatten sie alle an Kommune Interessierten zu einem Schnupperwochenende eingeladen hatten. Einige KommunardInnen der KoWa, wie sich die Kommune Walterhausen zumeist selbst nennt, haben wir schon auf dem Los [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://zellmi.de/wp-content/uploads/2009/09/kowa.jpg" alt="kowa" title="kowa" width="580" height="304" class="aligncenter size-full wp-image-269" /></p>
<p>Nachdem wir vorletztes Wochenende auf dem schönen <a href="http://zellmi.de/?p=256">Hoffest der Kommune Niederkaufungen</a> waren, haben wir am vergangenen unsere kleine Kommune-Sommer-Tour fortgesetzt und besuchten die <a href="http://www.kommune-kowa.de">Kommune Waltershausen</a>. Dort hatten sie alle an Kommune Interessierten zu einem Schnupperwochenende eingeladen hatten.</p>
<p>Einige KommunardInnen der KoWa, wie sich die Kommune Walterhausen zumeist selbst nennt, haben wir schon auf dem <a href="http://zellmi.de/?p=189">Los geht&#8217;s an Pfingsten</a> kennen gelernt. Und nachdem uns deren <a href="http://www.kommune-kowa.de/pmwiki/pmwiki.php?n=Main.%dcberUns">Selbstverständnis</a>, die <a href="http://www.kommune-kowa.de/gallery/index.php">Bilder auf der KoWa-Website</a> und auch ein bisschen der zauberhafte Name &#8220;Puppenfabrik&#8221; des Gebäudekomplex recht zu gesagt haben, sind wir der Einladung zum Schnupperwochenende gerne gefolgt.</p>
<div style="margin-bottom:15px; height:120px;"><a href="http://zellmi.de/wp-content/uploads/2009/09/kowa01.jpg"><img src="http://zellmi.de/wp-content/uploads/2009/09/kowa01-100x100.jpg" style="margin-right:15px;" alt="" title="KoWa 01" width="100" height="100" class="alignleft size-thumbnail wp-image-886" /></a><a href="http://zellmi.de/wp-content/uploads/2009/09/kowa02.jpg"><img src="http://zellmi.de/wp-content/uploads/2009/09/kowa02-100x100.jpg" style="margin-right:15px;" alt="" title="KoWa 02" width="100" height="100" class="alignleft size-thumbnail wp-image-887" /></a><a href="http://zellmi.de/wp-content/uploads/2009/09/kowa03.jpg"><img src="http://zellmi.de/wp-content/uploads/2009/09/kowa03-100x100.jpg" style="margin-right:15px;" alt="" title="KoWa 03" width="100" height="100" class="alignleft size-thumbnail wp-image-888" /></a><a href="http://zellmi.de/wp-content/uploads/2009/09/kowa04.jpg"><img src="http://zellmi.de/wp-content/uploads/2009/09/kowa04-100x100.jpg" style="margin-right:15px;" alt="" title="KoWa 04" width="100" height="100" class="alignleft size-thumbnail wp-image-889" /></a><a href="http://zellmi.de/wp-content/uploads/2009/09/kowa05.jpg"><img src="http://zellmi.de/wp-content/uploads/2009/09/kowa05-100x100.jpg" style="margin-right:15px;" alt="" title="KoWa 05" width="100" height="100" class="alignleft size-thumbnail wp-image-885" /></a></div>
<p>Um es vorweg zu nehmen, wir hatten eine wirklich schöne Zeit bei sehr netten GastgeberInnen und die alte unter Denkmalschutz stehende Puppenfabrik hat uns wirklich ein bisschen verzaubert. Auch wenn noch wahnsinnig viel Renovierungs- und Restaurierungsarbeiten vor den KommunardInnen liegt, so haben sie es sich dort in den sechs Jahren, die es die KoWa nun gibt, doch schon sehr schön eingerichtet.</p>
<p>Wir sind sogar recht entspannt wieder zu Hause angekommen, was ja nicht unbedingt selbstverständlich ist, wenn man gut zwei Tage lang diskutiert, besichtigt und gefeiert hat. Das alles hat in uns den Wunsch aufkommen lassen, die KoWa möglichst bald wieder zu besuchen. Vielleicht schon zur Erntewoche … oder Teilen davon … in gut einem Monat.</p>
<p>An dieser Stelle nochmal vielen Dank an die KoWa-Leutchen, ihr habt uns beeindruckt und mit einem guten Gefühl in die traute Noch-Zweisamkeit zurückkehren lassen.</p>
 <p><a href="http://zellmi.de/?flattrss_redirect&amp;id=267&amp;md5=95c7e75d83b54fde83a67a1e5bb8149f" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://zellmi.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Wenn ich nicht hier bin, bin ich auf&#8217;m Hoffest…</title>
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		<pubDate>Wed, 19 Aug 2009 20:28:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Zellmi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erlebnisse]]></category>
		<category><![CDATA[Kommune]]></category>
		<category><![CDATA[Alternatives Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Fest]]></category>
		<category><![CDATA[Freunde]]></category>

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		<description><![CDATA[Am kommenden Samstag werden Natali und ich in die Nähe von Kassel fahren, um dort auf das Hoffest der Kommune Niederkaufungen zu gehen. Und wer Zeit und Lust hat, kann das auch gerne tun. Es wird um 15 Uhr losgehen und so wie es derzeit aussieht wird wie vor 4 Jahren, als wir zuletzt auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.kommune-niederkaufungen.de"><img src="http://zellmi.de/wp-content/uploads/2009/08/hoffestkommune.jpg" alt="hoffestkommune" title="hoffestkommune" width="580" height="240" class="aligncenter size-full wp-image-257" /></a></p>
<p>Am kommenden Samstag werden Natali und ich in die Nähe von Kassel fahren, um dort auf das Hoffest der <a href="http://www.kommune-niederkaufungen.de/">Kommune Niederkaufungen</a> zu gehen. Und wer Zeit und Lust hat, kann das auch gerne tun. Es wird um 15 Uhr losgehen und so wie es derzeit aussieht wird wie vor 4 Jahren, als wir zuletzt auf diesem wirklich schönen Fest waren, das Wetter wohl auch wieder mitspielen.</p>
<p>Die Verlautbarung der Kommune zum diesjährigen Hoffest gibt nochmal etwas Aufschluss darüber, was uns … und wie gesagt, gerne auch euch … dort erwartet:</p>
<blockquote><p><strong>Solidarisch und krisenfest, wir feiern ein Riesenfest!</strong><br />
Musik und Kultur, Kindertheater, Infostände, Führungen, Kulinarisches, Schau-Käsen, Kaffee &#038; Kuchen, Rockbands auf dem Hinterhof</p></blockquote>
<p>Vielen meiner Freunde und Bekannten habe ich ja schon von der Kommune in Niederkaufungen erzählt, wem nicht, dem möchte ich gerne noch mal Natalis Blogbeitrag &#8220;<a href="http://www.natali-haug.de/?p=237">Anders leben &#8211; Teil 1</a>&#8221; vom Juni ans Herz legen.</p>
<p>Also dann: Vielleicht bis Samstag…</p>
 <p><a href="http://zellmi.de/?flattrss_redirect&amp;id=256&amp;md5=ef5034377343a4d7cd3addb1ff83f12b" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://zellmi.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Umfrage: Ferienwohnungen auf dem Hof Rossee?</title>
		<link>http://zellmi.de/2009/06/umfrage-ferienwohnungen-auf-dem-hof-rossee/</link>
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		<pubDate>Mon, 15 Jun 2009 18:22:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Zellmi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Digitale Welt]]></category>
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		<category><![CDATA[Alternatives Leben]]></category>
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		<category><![CDATA[Umfrage]]></category>
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		<description><![CDATA[Bettina vom Kommunen-Projekt Hof Rossee hat uns neulich auf dem Los geht&#8217;s einen Zettel mit einer kleinen Umfrage in die Hand gedrückt. Sie überlegen dort in die Scheune zwei kleine Ferienwohnungen einzurichten, sind sich aber wohl noch nicht ganz sicher. Darum meinte sie, dass man ihr mit dem Ausfüllen der kleinen Umfrage helfen könnte eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://hof-rossee.scid.de/"><img src="http://zellmi.de/wp-content/uploads/2009/06/grundriss.gif" alt="grundriss" title="grundriss" width="430" height="306" class="aligncenter size-full wp-image-200" /></a></p>
<p>Bettina vom <a href="http://www.hof-rossee.de/">Kommunen-Projekt Hof Rossee</a> hat uns neulich auf dem <a href="http://zellmi.de/?p=189">Los geht&#8217;s</a> einen Zettel mit einer kleinen Umfrage in die Hand gedrückt. Sie überlegen dort in die Scheune zwei kleine Ferienwohnungen einzurichten, sind sich aber wohl noch nicht ganz sicher. Darum meinte sie, dass man ihr mit dem Ausfüllen der kleinen Umfrage helfen könnte eine Entscheidung zu treffen. Wir habe den Zettel natürlich gerne ausgefüllt.</p>
<p>Auf meine Frage, ob sie die Umfrage auch auf ihrer Website hätte, damit ich ein paar Leuten bescheid sagen könnte, dass sie die Umfrage online ausfüllen, meinte sie, dass dem nicht so sei. Ich bot ihr daraufhin an, eine Online-Umfrage daraus zu machen. Gesagt, getan:</p>
<p><strong>&raquo; <a href="http://hof-rossee.scid.de/">Zur Umfrage &#8220;Ferienwohnungen auf Hof Rossee?</a></strong></p>
<p>Ihr würdet Bettina und mir nun eine Freude machen, wenn ihr euch kurz Zeit nehmen würdet und die 9 Fragen online beantworten würdet.</p>
<p>Danke!</p>
 <p><a href="http://zellmi.de/?flattrss_redirect&amp;id=199&amp;md5=a3e20a9e5c3b3781fa5f1a3c67671f6e" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://zellmi.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Mal wieder Kommunen-Luft geschnuppert</title>
		<link>http://zellmi.de/2009/06/mal-wieder-kommunen-luft-geschnuppert/</link>
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		<pubDate>Tue, 02 Jun 2009 20:45:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Zellmi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erlebnisse]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[Tätigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Alternatives Leben]]></category>
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		<description><![CDATA[Einen Tag später als möglich … meine Oma Frieda wurde 80 … sind Natali und ich am vergangenen Samstag im Niedersächsischen Escherode auf dem Los geht&#8217;s 2009 angekommen. Das Treffen von Menschen aus Kommunen und solchen die am Leben in einer Kommune interessiert sind, fand in diesem Jahr vom 29. Mai bis 2. Juni auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.losgehts2009.de/"><img class="aligncenter size-full wp-image-190" title="losgehts09" src="http://zellmi.de/wp-content/uploads/2009/06/losgehts09.png" alt="losgehts09" width="430" height="161" /></a></p>
<p><strong>Einen Tag später als möglich … meine Oma Frieda wurde 80 … sind Natali und ich am vergangenen Samstag im Niedersächsischen <a href="http://maps.google.de/maps?f=q&amp;source=s_q&amp;hl=de&amp;geocode=&amp;q=Escherode&amp;sll=51.327414,9.673097&amp;sspn=0.003365,0.006909&amp;ie=UTF8&amp;ll=51.326214,9.664192&amp;spn=0.013462,0.027637&amp;t=h&amp;z=15">Escherode</a> auf dem <a href="http://www.losgehts2009.de/index.html">Los geht&#8217;s 2009</a> angekommen. Das Treffen von Menschen aus Kommunen und solchen die am Leben in einer Kommune interessiert sind, fand in diesem Jahr vom 29. Mai bis 2. Juni auf <a href="http://maps.google.de/maps/ms?ie=UTF8&amp;hl=de&amp;msa=0&amp;ll=51.327414,9.673097&amp;spn=0.003365,0.006909&amp;t=h&amp;z=17&amp;msid=100122318280701244572.00046b634c84c09716394">dem weitläufigen Gelände</a> der <a href="http://www.gastwerke.de/">Kommune gASTWERKe</a> statt.</strong></p>
<p>Viele werden es nicht wissen, aber wir haben im Bezug auf Kommuneleben eine kleine Vorgeschichte. Zwar haben Natali und ich noch nie in einer Kommune gelebt, aber mit der Möglichkeit haben wir uns mal 2 Jahre lang sehr intensiv beschäftigt. Das ist nun gut drei Jahre her und damals standen wir kurz davor in die <a href="http://www.kommune-niederkaufungen.de/">Kommune Niederkaufungen</a> einzuziehen.</p>
<p>Das wir diesen Schritt damals nicht gemacht haben, hatte viele Gründe, aber keiner davon war, dass wir das grundlegende Konzept des gemeinschaftlichen Zusammenlebens nicht mehr gut fanden. Es hat damals einfach nicht gepasst, und anderes hat scheinbar einfach besser gepasst. Aber das ist eine Geschichte für sich, die jetzt aber nicht mein Thema sein soll.</p>
<p>Mein Thema ist das Los geht&#8217;s. Zusammen mit <a href="http://blog.hdreioplus.de/">Paula</a> und <a href="http://blog.lukas-emele.de/">Lukas</a> hatten wir uns vor ein paar Wochen entschlossen zum Los geht&#8217;s zu fahren. Und um ehrlich zu sein, muss ich Paula danken, denn wer weiß, ob wir ohne sie unsere Ärsche überhaupt hoch bekommen hätten. Haben wir aber und es hat sich gelohnt. Nicht nur, weil ich so nach gut 20 Jahren mal wieder ein einem (geliehenen) Zelt geschlafen habe, sondern auch wegen der vielen spannenden Menschen, die ich getroffen und der interessanten Workshops, die ich besucht habe.</p>
<p>Gleich im ersten Workshop am Samstag zum Thema &#8220;Konsens&#8221;, habe ich zum Beispiel Bettina, Tobi und ihren kleinen Milan von der <a href="http://www.hof-rossee.de/">Kommune Hof Rossee</a> in <a href="http://maps.google.de/maps?q=Barkelsby&amp;hl=de&amp;ie=UTF8&amp;ll=54.501748,9.835854&amp;spn=0.100079,0.2211&amp;t=h&amp;z=12&amp;iwloc=A">Barkelsby</a> bei Eckernförde in Schleswig-Holstein kennengelernt. Die beiden Großen stellte am Sonntag auch ihre Kommune in einem Workshop vor und so wie es aussieht, werden Natali und ich versuchen unseren Urlaub im Juni so zu legen, dass wir den Hof Rossee zu ihrem Bau-Wochenende besuchen können. Vielleicht– … aber ich möchte im Bezug auf Kommuneleben eigentlich keine Wasserstandsmeldungen mehr abgeben.<br />
Auch sehr sympatisch fand ich den Vorstellungsworkshop der <a href="http://www.kommune-kowa.de/">Kommune Waltershausen</a> und des <a href="http://www.kommuja.de/wiki/index.php/Kommune-Projekt_Uthlede">Kommunen-Projekts Uthlede</a>. Weitere Kommunen habe ich wegen der parallel stattfindenden Workshops nur am Rande kennen lernen können. Wie auch viel nicht in Kommunen lebende Menschen.</p>
<p>Im Bezug auf inhaltlichen Workshops habe ich neben dem besagten zum Thema &#8220;Konsens&#8221; auch an welchen zu den Themen &#8220;Gemeinsame Ökonomie&#8221;, &#8220;Kommunen und die Krise&#8221; und &#8220;Politische Kommunen&#8221; teilgenommen. Allesamt sind mir diese Themenbereiche nicht neu gewesen, aber nach gut drei Jahren &#8220;Abstinenz&#8221; fand ich es sehr erfrischend mich mal wieder mit solchen Sachen beschäftigen zu können. Gerade wenn man wie ich, zur Zeit im Alltag viel mit Themen und Methoden in Berührung kommt, die fast schon als dazu gegensätzlich bezeichnet werden können.</p>
<p>Aber auch ich, mit einen Erfahrungen in den modernen Web- und vor allem Social-Web-Themen konnte einiges davon weitergeben und diesbezüglich einige interessante Gespräche führen. Wobei ich allerdings <a href="http://netzlogbuch.de/gesellschaft/von-einem-anderen-stern/">feststellen durfte</a>, dass ich im Vergleich mit den meisten Menschen schon noch ein ganzes Stück weit voraus/weg(?) bin. Ob das nun positiv oder nicht ist, dass mag ich jetzt nicht entscheiden wollen.</p>
<p>Alles in allem war es ein erfahrungsreiches verlängertes Pfingst-Wochenende in Escherode, zu dem ich bei weitem noch nicht in der Lage bin, ein Resümee zu ziehen. Muss ich aber auch nicht. In jedem Fall möchte ich mich bei den Menschen bedanken, die das Los geht&#8217;s organisiert haben. Auch wenn es ein paar kleine Schönheitsfehler gab (z.B. kalt Duschen soll ja gesund sein), habe ich mich sehr gut umsorgt gefühlt und die mir wie auch den gut 300 anderen Menschen … und auch den mitgebrachten Tieren … entgegengebrachte Gastfreundschaft sehr genossen. Und veganes Essen kann auch sehr, sehr lecker sein … mjamm jam!</p>
<p><strong>Update:</strong> Meine Freundin Natali hat auch etwas zum Los geht&#8217;s geschrieben. Sie hat sich dem Thema etwas ausführlicher angenommen und gleich drei Beiträge dazu veröffentlicht: Anders leben &#8211; <a href="http://www.natali-haug.de/?p=237">Teil 1</a>, <a href="http://www.natali-haug.de/?p=245">Teil 2</a> und <a href="http://www.natali-haug.de/?p=266">Teil 3</a>.</p>
 <p><a href="http://zellmi.de/?flattrss_redirect&amp;id=189&amp;md5=56becc73f22f3b0d73019b436a92fd53" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://zellmi.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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