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		<title>Feuerwerk über der Stadt</title>
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		<pubDate>Sat, 19 Jun 2010 21:36:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Zellmi</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Heute ist in Waltershausen Sambafest &#8230; mit Feuerwerk, wie mensch auf diesem Bild schön sieht. Feel free to Flattr this post at flattr.com, if you like it.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://zellmi.de/wp-content/uploads/2010/06/feuerwerk_waltershausen.jpg"><img src="http://zellmi.de/wp-content/uploads/2010/06/feuerwerk_waltershausen-580x386.jpg" alt="Feuerwerk im Rahmen des Waltershäuser Sambafests" title="Feuerwerk Waltershausen" width="580" height="386" class="aligncenter size-medium wp-image-571" /></a></p>
<p>Heute ist in Waltershausen Sambafest &#8230; mit Feuerwerk, wie mensch auf diesem Bild schön sieht.</p>
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		<title>Unser Kommune-Projekt … Rückblick, Stand heute, Ausblick</title>
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		<pubDate>Sat, 06 Mar 2010 12:59:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Zellmi</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Seit vergangenem Dienstag ist es nun auch zu 100% sicher, dass Natali und ich im April in die Kommune Waltershausen (KoWa) ziehen werden, um dort zunächst mal für ein halbes Jahr auf Probe zu leben. Zuvor waren wir uns zwar auch sehr sicher, dass das klappen wird, aber am Dienstag wurden unsere Probezeitanträge nun auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Seit vergangenem Dienstag ist es nun auch zu 100% sicher, dass Natali und ich im April in die Kommune Waltershausen (KoWa) ziehen werden, um dort zunächst mal für ein halbes Jahr auf Probe zu leben. Zuvor waren wir uns zwar auch sehr sicher, dass das klappen wird, aber am Dienstag wurden unsere Probezeitanträge nun auch im KoWa-Plenum hochoffiziell abgesegnet.</strong></p>
<h3>Rückblick</h3>
<p>Die Schwester meines Vaters lebt seit über 20 Jahren in einer Kommune in Niederkaufungen bei Kassel. Daher kenne ich das Konzept schon sehr lange. Und als sich vor ein paar Jahren Natalis und meine Studienzeit dem Ende zuneigte, hatten wir fest vor, dort in die Kommune einzusteigen. Ein paar unvorhersehbare Umstände, etwas Angst vor der eigenen Courage und ein unbestechliches Bauchgefühl haben uns damals davon absehen lassen. Mit anderen Kommunen hatten wir uns damals nicht beschäftigt und somit sind wir dann auch erst einmal in trauter Zweisamkeit in die Stuttgarter Ecke gezogen, haben ein doppeltes Einkommen ohne Kinder erwirtschaftet und IKEA halb leer gekauft.</p>
<p>Vergangenes Jahr an Pfingsten sind wir durch glückliche Umstände auf dem <a href="http://www.losgehts.eu/">Kommunen-Treffen Los geht&#8217;s</a> gelandet und hatten beide sofort wieder ein gutes Gefühl. Wir lernten dort einige Menschen und Gruppen kennen und starteten in den kommenden Monaten eine Besuchsserie in mehreren Kommunen. Doch seit Herbst vergangenen Jahres, haben wir uns dann auf die KoWa fokussiert. Die Gruppe dort hat mit um die 15 Menschen eine zum Ankommen angenehme Größe, die alte Puppenfabrik und das Grundstück drumherum sind toll und das seit 2003 bestehende Projekt ist nicht mehr ganz am Anfang, aber es gibt noch viel (Mit-)Gestaltungsmöglichkeiten. Außerdem haben wir uns dort vom ersten Tag an sehr willkommen und wohl gefühlt. Auch orientieren sich die Grundwerte dort an denen der Kommune Niederkaufungen, die für uns somit zum einen nicht neu sind und zum anderen auch so, wie wir sie gut finden.</p>
<h3>Stand heute</h3>
<p>Nach einigen Besuchen und einem von der Gruppe vorgegebenen Prozedere mit Probezeitanträgen und einigen Gesprächen, wird es nun bald losgehen. Bei mir auf der Arbeit ist Ende März Schluss und die Wohnung hier in Schwaikheim ist für Ende April gekündigt. Das heißt, wir werden im April umziehen. Die erste, kleine Wagenladung an Sachen ist von uns schon vergangenes Wochenende gen Thüringen gebracht worden und Natali ist derzeit auch noch dort und hilft schon mal bisschen beim Renovieren eines Zimmers, welches wir dann auch erst einmal beziehen werden. Wenn es klappt, werden wir noch einen zweiten Raum dazu bekommen, so dass wir vielleicht schon von Anfang an einen Wohn-/Schlafraum und einen Arbeits-/Lagerraum haben werden. In den kommenden Wochen und Monaten soll dann ein bisher noch brachliegender Gebäudeteil ausgebaut werden, so dass wir dann hoffentlich bald alle beide ein richtig eigenes Zimmer bekommen werden.</p>
<h3>Ausblick</h3>
<p>In gut vier Wochen geht es dann richtig los. Erst steht dann mal der Umzug an. Davor graut es mir am meisten. Ich schätze mal, dass IKEA nicht bereit ist, die Sachen einfach wieder abzuholen. Vor allem die Küche macht mir noch ein bisschen Bauchschmerzen. Meine Mutter, die in Mittelhessen lebt, hat zwar Interesse angemeldet, aber am allerliebsten wäre es mir, wenn sich bald Nachmieter finden würden, die dann auch die Küche übernehmen würden.</p>
<p>Wenn wir dann in der KoWa mit Sack und Pack angekommen sind, werden wir uns wohl erst einmal ein paar Tage/Wochen gönnen, um dort auch vom Kopf her anzukommen. Es wird dann auch gelten, sich in die alltäglichen Arbeitsabläufe einzugliedern und unsere eigenen Zuständigkeiten und Aufgaben zu finden.</p>
<p>Trotzdem werde ich versuchen recht zeitnah ein Gewerbe anzumelden und mich zudem nach Fördergeldern und -möglichkeiten umzusehen. Ich möchte dann in Zukunft weiterhin als Web-Kreativer betätigen, nur dann eben auf selbstständiger Basis. Aber trotz dieser Selbständigkeit, hoffe ich es vermeiden zu können, dass ich von meinen Tätigkeiten wieder zu eingleisig werden. Ich möchte in Zukunft auch regelmäßig mal was &#8220;mit meinen Händen&#8221; arbeiten und schaffe es hoffentlich auch mal wieder auf eine Bühne, um dort die Gesellschaft und die Politik kabarettistisch zu betreuen. Doch wie mir glaubhaft vermittelt wurde, ist es nicht unüblich, dass Menschen, die in die Kommune einsteigen, meisten viel mehr Ideen, Träume und Wünsche mitbringen, als im Endeffekt an Zeit zum Umsetzen da ist.</p>
<p>Was ich mir aber fest vorgenommen habe: Ich möchte meinen Einstieg, und dann hoffentlich meinen Alltag in der Kommune, hier auch weiterhin ein bisschen dokumentieren. Hierbei gilt es sicherlich ein gutes Maß zu finden, dass ich zum einen die Privatsphäre meiner MitkommunardInnen vollkommen und uneingeschränkt respektiere und auch keine vertraulichen Interna ausplaudere, aber zum anderen doch auch einen authentischen und möglichst ganzheitlichen Eindruck skizzieren kann.</p>
<p>Tja, Leute … unsere Zeit im Schwabenländle neigt sich nun definitiv dem Ende zu. Es gibt mir aber ein gutes Gefühl, dass ich hier hauptsächlich Menschen kennengelernt habe, die es ziemlich gut drauf haben, digital zu kommunizieren. So dass es sicherlich möglich ist, die eine oder andere Freundschaft aufrecht zu erhalten. Außerdem freuen wir uns auf viele Besuche. Ist echt eine schöne Ecke dort, die viel zu bieten hat. Das war jetzt definitiv eine Einladung ;-)</p>
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		<title>Jahreswechsel in der Kommune Waltershausen</title>
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		<pubDate>Mon, 04 Jan 2010 18:00:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Zellmi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommune]]></category>
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		<description><![CDATA[Aufmerksame Leser und Leserinnen kennen unsere Kommunen-Pläne ja bereits. Und gerade jetzt in der Annäherungsphase an die Kommune Waltershausen (KoWa) ist für uns jeder Besuch wertvoll und höchst interessant. Somit waren wir sehr froh, als uns die KoWa für zwischen den Jahren und den Jahreswechsel zu sich eingeladen hat. Für viele in der KoWa war [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://zellmi.de/wp-content/uploads/2010/01/feuerwerk_kowa.jpg" alt="feuerwerk_kowa" title="feuerwerk_kowa" width="575" height="383" class="aligncenter size-full wp-image-401" /></p>
<p>Aufmerksame Leser und Leserinnen kennen unsere Kommunen-Pläne ja bereits. Und gerade jetzt in der Annäherungsphase an die Kommune Waltershausen (KoWa) ist für uns jeder Besuch wertvoll und höchst interessant. Somit waren wir sehr froh, als uns die KoWa für zwischen den Jahren und den Jahreswechsel zu sich eingeladen hat.</p>
<p>Für viele in der KoWa war dies eine extrem betriebsame Zeit, da es in der zugehörigen <a href="http://spatz.kommune-kowa.de/">Kulturkneipe Spatz</a> ein Silvester-Buffet vorzubereiten und die über 60 Gästen dann auch zu bewirten galt. Natali und ich wurden auch gleich in die anfallenden Arbeiten eingebunden und hatten so auch noch mal eine weitere Möglichkeit die KoWa noch etwas besser kennen zu lernen. Es war dabei schön zu sehen, dass eine solche Veranstaltung durchaus auch ohne Chef und ohne Antreiber erfolgreich durchgeführt werden kann. Und nicht nur das, ich empfand die sehr betriebsame Atmosphäre trotz Stress und vieler Aufgaben als sehr angenehm.</p>

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<p><strong> </strong><br />
Besonders schön war für mich jedoch der Neujahrstag. Der Stress war weg, die Feier ein voller erfolg, draußen lagen gut 15 cm Schnee, der zu Spaziergängen einlud, und drinnen wurden den ganzen Tag, mit vielen kleinen Geschichten und Späßen garniert, die Reste vom Buffet verspeist. Abends saßen wir dann noch gemütlich in der Bibliothek zusammen und haben Filme geschaut. Ein Traumstart ins neue Jahr.</p>
<p>Aber nicht nur, dass wir eine tolle Zeit in der KoWa verleben durften, wir sind auch in unserem Kennenlernprozess ein gutes Stück weitergekommen. Natali und ich habe jeweils unsere beiden FürsprecherInnen für eine Probezeit gefunden. Dies ist ein wichtiger Schritt, der zwingend dazu gehört, wenn mensch in die KoWa einsteigen möchte. Jetzt sind wir gerade am nächsten Schritt dran, wir schreiben unsere Probezeitanträge. Darin gilt es neben ein paar Daten und Fakten zur eigenen Person unter anderem auch noch mal schriftlich zu formulieren, warum wir in Kommune bzw. in der KoWa leben wollen, was wir dort tun und arbeiten wollen und was wir mitbringen und was bei einem eventuellen Ausstieg wieder mitnehmen wollen.</p>
<p>Es ist zudem ein tolles Gefühl, dass eigentlich alle in der KoWa uns deutlich gesagt oder signalisiert haben, dass sie uns gerne bei dem Projekt mit im Boot haben wollen. Und auch wenn die Wohnraumsituation dort gerade noch zu beengt für zwei weitere KommunardInnen ist, wollen sie ordentlich Gas geben und bis April für uns weitere Zimmer erschließen. Es scheint sich also alles irgendwie zu fügen und ich habe total Lust auf diesen Schritt. Aber jetzt heißt es erst einmal den Probezeitantrag fertig machen, um ihn der KoWa zukommen zu lassen. Ich jedenfalls bin schon sehr gespannt auf die Reaktionen dort. Nicht dass doch noch etwas schief läuft.</p>
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		<title>Warum ich in eine Kommune ziehen werde</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Dec 2009 17:42:21 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Nichts im Leben ist sicher. So auch nicht, ob wir nun wirklich unseren derzeitigen Wunschlebensentwurf dauerhaft leben werden. Doch steuern wir derzeit mit riesigen Schritten auf ihn zu. Der Plan ist gefasst und so gut wie derzeit möglich terminiert. Wahrscheinlich werden wir ab April nach Waltershausen ziehen und in der dortigen Kommune eine Probezeit beginnen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-full wp-image-384" title="treppe_kowa" src="http://zellmi.de/wp-content/uploads/2009/12/treppe_kowa.jpg" alt="treppe_kowa" width="580" height="150" /></p>
<p>Nichts im Leben ist sicher. So auch nicht, ob wir nun wirklich unseren derzeitigen Wunschlebensentwurf dauerhaft leben werden. Doch steuern wir derzeit mit riesigen Schritten auf ihn zu. Der Plan ist gefasst und so gut wie derzeit möglich terminiert. Wahrscheinlich werden wir ab April nach Waltershausen ziehen und <a href="http://www.kommune-kowa.de/">in der dortigen Kommune</a> eine Probezeit beginnen.</p>
<p>In den letzten Monaten, in denen dieser Plan reifte und von uns gestaltet wurde, habe ich mit vielen Menschen über das Leben in einer Kommune sprechen dürfen. Diese Gespräche waren meistens relativ lange und intensiv. Denn dieser Lebensentwurf scheint es irgendwie in sich zu haben. Klar, denn er scheint auch erst einmal nicht viel mit der üblichen Vita eines Erwachsenen im noch frischen 21. Jahrhundert zu tun zu haben.</p>
<p>Interessanterweise habe ich immer wieder das Gefühl, bei diesen Gesprächen Einiges über mein Gegenüber zu erfahren. Die Gespräche drehen sich immer wieder um ziemlich konkrete Punkte, in denen ich oftmals bestimmte Grundängste des jeweiligen Menschen zu erkennen meine. Sehr oft dreht sich so ein Gespräch um das Thema Geld und Vermögen. Aber auch Befürchtungen in Richtung einer sektenähnlichen Abhängigkeit, werden relativ häufig benannt. Auch kommen Zweifel auf, ob eine solches Projekt ohne Hierarchien überhaupt funktionieren kann. Ohne sie alle aufführen zu wollen, kann ich sagen, dass es noch weitere, immer wiederkehrende Schwerpunkte in den jeweiligen Gesprächen gab. Und ich bin sehr dankbar, dass ich darüber diskutieren durfte. Denn ich habe dabei sehr viele Denkanstöße bekommen. Diese haben mich nur all zu oft eine Zeit lang begleitet und mir geholfen, die Entscheidung pro Kommune mit dem guten Gefühl zu treffen, denn so habe ich sehr viele, sehr unterschiedliche Aspekte be- bzw. durchdenken können.</p>
<p>Doch Einiges wird sich auch durch noch so viele weitere Gespräche, grüblerische Stunden und Kommunen-Besuche nicht klären lassen. Und darum soll dieses Theoretisieren und Gast sein, nun ein Ende haben. Ich, und Natali denkt da absolut gleich, muss es nun erleben. Es kann scheitern. Ich versuche mich auch auf ein Scheitern vorzubereiten. Ich versuche mir durchaus bewusst darüber zu sein, was ich riskiere. Das heißt, was ich an Bestehendem aufgebe und welche Risiken es hat, einen solchen Schritt zu wagen.</p>
<p>Ich versuche mir darüber klar zu werden, welche meiner Charaktereigenschaften ein Leben in einer solch verbindlichen Gemeinschaft erschweren werden. Für mich und für die anderen Menschen dort. Ist es wirklich kein Problem für mich, dass ich kein eigenes Vermögen haben werde, sondern stattdessen ein gemeinschaftliches? Aktuell beantworte ich mir diese Frage, aus ganzem Herzen und mit soviel Verstand wie möglich, mit einem klaren Ja. Sowie ich für mich auch ein deutliches Plus an Lebenschancen sehe. So möchte zum Beispiel ich mehr Zeit haben können, mich gesellschaftspolitisch zu engagieren und zu wirken.</p>
<p>Aber nicht nur Zeit, sondern auch Raum, ist für mich ein gutes Argument pro Kommune. Zwar werde ich persönlich nur ein eigenes Zimmer haben, dass im Prinzip einem WG-Zimmer gleich kommt, aber drumherum gibt es so viel Raum, um damit zu leben, zu wirken, zu arbeiten und ihn zu genießen. Es wird jedoch gemeinschaftlich genutzter Raum sein. Ich werde, nicht nur diesbezüglich, gemeinschaftlich beschlossene Regeln und Absprachen einhalten müssen bzw. diese zunächst erst einmal herbeiführen müssen. Auf Grund dieser Regeln und Absprachen, werden viele alltägliche Dinge und Abläufe ähnlich schnell und unkompliziert zu bewerkstelligen sein, wie wenn ich nicht in einer Kommune leben würde. Doch einiges wird vorher zu besprechen sein. Aber machen wir uns doch mal nichts vor, so frei in unseren Entscheidungen, wie wir immer denken, sind wir doch längst nicht. Und die Entscheidungen in einer Kommune sind zudem auch Konsens-Entscheidungen. Es wird nur zu oft mühselig sein, einen Konsens zu finden. Doch dann ist es eine belastbare und für alle tragbare Entscheidung, die deutlich größere Chancen hat, im Alltag nicht hinderlich zu sein oder unter zugehen.</p>
<p>Wer mich kennt, weiß, dass ich nicht an Gott oder ähnliches glaube. Daraus kann ich also auch beim besten Willen keinen Sinn für das Leben ableiten. Vielleicht bin ich deshalb auch so sehr auf diese Schiene des weltverbesserischen Ökos geraten. Einer Rolle, in der ich mich wohl fühle. Doch mit diesem Rollenanspruch kann man auch durchaus auf die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/LOHAS">LOHAS</a>-Spur geraten. Dazu bin ich aber einfach zu konsumkritisch bzw. habe eigentlich den Anspruch dies zu deutlich zu sein. Ich bin nämlich der Meinung, dass die Nachhaltigkeit das Wachstum als globalen Leitgrundsatz ablösen muss. Und Nachhaltigkeit kann ich in einer Kommune besser leben, als in einer klassischen, stark durch Erwerbsarbeit geprägten Zweier- bzw. Familien-Konstellation.</p>
<p>Ich habe mir auch schon die Frage gestellt, ob ich einen alternativen Lebensstil nicht nur leben, sondern auch <em>vor</em>leben möchte. Das kann man schon so sehen. Doch bei genauerem Hinsehen, wird hoffentlich klar, dass ich nicht den Kommune-Lebensstil vorleben bzw. predigen möchte. Doch ich möchte deutlich aufzeigen, dass es immer auch anders geht; dass es Alternativen zum Mainstream gibt. Wie ich schon angedeutet habe, bin ich dabei auch der Meinung, dass wir nicht daran vorbei kommen, unsere globale Gesellschaft umzubauen. Doch diese Aufgabe ist in sich so komplex, dass es wohl nur ganz vereinzelt Menschen bewerkstelligen können, in einem ausreichenden Großen und Ganzen zu denken. Aber in aller Regel leben wir im Kleinen und Individuellen. Und da möchte ich gerne dazu anregen, dass sich jede und jeder darüber im Klaren ist, dass es auch immer &#8220;Anders&#8221; geht. Stichworte sind hier zum Beispiel das <a href="http://www.syndikat.org/">Mietshäuser Syndikat</a>, <a href="http://www.attac.de/">Attac</a>, <a href="http://netzlogbuch.de/arbeitsplatz/green-car-die-zukunft-des-mobilen/">Green Car</a>, <a href="http://www.bioenergiedorf.de/">Bioenergiedorf</a> oder wie schon erwähnt, der LOHAS. Mein persönliches Stichwort ist nun, um in der Metapher zu bleiben, <em>Kommune</em>. Und ich bin froh, dass die Frau, mit der ich auf Grund von Liebe, möglichst intensiv zusammenleben möchte, <a href="http://www.natali-haug.de/index.php?s=Kommune">dies gemeinsam mit mir, auch zu ihrem Stichwort gemacht hat</a>.</p>
<p>Auch froh bin ich, dass mein bisheriger <a href="http://www.seitenblick.de/">Arbeitgeber</a> die ganze Sache unterstützt. Das macht es mir zum einen einfacher, die ganze Sache jetzt in einer offenen und ehrlichen Art und Weise anzugehen. Zum anderen möchte ich mich in der Kommune gerne als selbstständiger Web-Schaffender betätigen und habe somit schon einen ersten potenziellen Auftraggeber an der Angel. Sehr schön ist zudem, dass dort in der Kommune Waltershausen schon ein weiterer Web-Worker lebt und es somit die konkrete Aussicht auf ein von mir schon lange erträumtes Web-Kollektiv gibt.</p>
<p>Doch gehört es zum Glück zum Kommuneleben zwingend dazu, dass man nicht nur seiner Erwerbsarbeit nachgeht, sondern auch so genannte reproduktive Arbeit (Küche, Kinderbetreuung, Feuerholz, etc.) leistet und auch in anderen Arbeits- oder Tätigkeitsbereichen aushilft, wie etwa der Kneipe oder im Garten. Aus meiner jetzigen Sicht, ist das für mich viel weniger ein Muss, als Chance auf Ausgleich. Ein Ausgleich, der es mir sicherlich auch einfacher machen dürfte, meine Erwerbstätigkeit dauerhaft zu mögen und zu schätzen; darin nicht auszubrennen.</p>
<p>Und nun: Drück&#8217; uns die Daumen &#8230; wenn du möchtest.</p>
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		<title>&#8220;Urlaub in unserer Zukunft?&#8221; oder &#8220;Ob sich ein Traum leben lässt?&#8221;</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Nov 2009 18:22:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Zellmi</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In den letzten Stunden des Jahres 2008 haben Natali und ich uns für das neue Jahr vorgenommen, uns zu entscheiden. Wir wollten uns entscheiden, wo die Reise unserer Lebens hin gehen soll. Schließlich wurde Natali in diesem Jahr 30 und ich werde im kommenden 40 Jahre alt. Da kann man schon mal langsam anfangen etwas [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.kommune-kowa.de/"><img class="aligncenter size-full wp-image-327" title="kowa_wohnhaus" src="http://zellmi.de/wp-content/uploads/2009/11/kowa_wohnhaus.jpg" alt="kowa_wohnhaus" width="580" height="321" /></a></p>
<p><strong>In den letzten Stunden des Jahres 2008 haben Natali und ich uns für das neue Jahr vorgenommen, uns zu entscheiden. Wir wollten uns entscheiden, wo die Reise unserer Lebens hin gehen soll. Schließlich wurde Natali in diesem Jahr 30 und ich werde im kommenden 40 Jahre alt. Da kann man schon mal langsam anfangen etwas verbindlichere Zukunftspläne zu machen.</strong></p>
<p>Wir hatten einige Optionen im Angebot. Dazu gehörte sogar das von Natalis Mutter vorgeschlagene Auswandern nach Irland. Auch haben wir ernsthaft überlegt, ein altes Haus zu kaufen, um es aufzumöbeln. Natali reizte daran, sich handwerklich austoben zu können. Ich freute mich eher auf den Garten und die Gartenarbeit. Gar nicht mehr so richtig auf der Rechnung hatten wir <a href="http://www.natali-haug.de/?p=237">unsere frühere Idee von einem Leben in Gemeinschaft</a>. Diese Idee erneuerte sich er nach dem <a href="http://zellmi.de/2009/06/02/mal-wieder-kommunen-luft-geschnuppert/">Besuch beim <em>Los geht&#8217;s 2009</em></a>.</p>
<p>Nachdem die Idee vom Leben in einer Kommune bei uns noch vor einem Jahr fast völlig vom Tisch war, ist sie heute aktueller denn je. In der Folge des <em>Los geht&#8217;s</em> haben wir insgesamt drei Kommunen besucht. Die erste … <a href="http://www.hof-rossee.de/">die <em>Kommune Hof Rossee</em></a> … liegt zwischen Kiel und Flensburg, also dort, wo wir gerne Urlaub machen. <a href="http://zellmi.de/2009/09/15/besuch-der-kommune-niederkaufungen/">Auch waren wir mal wieder in der <em>Kommune Niederkaufungen</em></a> und damit in der Kommune, in die wir 2006 schon fast einmal eingezogen wären. Die dritte Kommune, die wir besuchten, war die <em>KoWa</em> in Waltershausen. Nach einem <a href="http://zellmi.de/2009/09/01/ein-besuch-in-der-puppenfabrik/">gemeinsamen Schnupperwochenende Ende August</a> und <a href="http://www.natali-haug.de/?p=470">Natalis Erntehilfe vor ein paar Wochen</a>, waren wir die vergangene Woche wieder dort. Und um es vorweg zu nehmen: Wir wären am Liebsten direkt dort geblieben.</p>
<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Waltershausen">Waltershausen</a> liegt in Thüringen, ganz grob zwischen Erfurt und der Grenze zu Hessen. Also gar nicht mal so weit von meiner alten Heimat entfernt. Die beiden Hauptsehenswürdigkeiten sind das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Tenneberg">Schloss Tenneberg</a> und die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Stadtkirche_%28Waltershausen%29">Stadtkirche</a>, die als Vorläuferin der Dresdner Frauenkirche gilt. Ein weiteres unter Denkmalschutz stehendes Gebäude im etwas mehr als 10.000 Einwohner zählenden Waltershausen ist die Puppenfabrik. Und genau dort findet man seit 2003 die <em>Kommune Waltershausen</em>.</p>
<p>In der <em>KoWa</em> leben derzeit 16 Menschen, darunter ein Dauergast, vier Kinder und drei Menschen in Probezeit. Und letzteres streben wir für das kommende Jahr auch an. Wir wollen dort gerne eine Zeit lang auf Probe leben. Dieses halbe Jahr wäre für uns eine Zeit, in der wir hoffentlich heraus finden können, ob das Leben in einer Gemeinschaft für uns dauerhaft geeignet ist und ob wir dann dort ganz einsteigen möchten. Wir können in dieser Zeit erproben, ob wir Entscheidungen, die die Gruppe betreffen, immer im Konsens treffen können? Sehen, ob wir damit klar kommen, kein eigenes Vermögen aufzubauen und bei allem eine Nummer größer zu denken? Herausfinden, ob es nervig ist, in WG-artigen Wohnungen zu leben. Auch ist zu klären: Kommt man mit den anderen Leuten in der Kommune klar? Jeweils persönlich oder auch mit der gesamten Gruppe. Erkenne ich immer meine eigenen Bedürfnisse und kann ich sie in ein gesundes Verhältnis zu den Bedürfnissen der anderen KommunardInnen und der gesamten Gruppe stellen? Und nicht zuletzt müssen Natali und ich erproben, ob wir sowohl als Paar, als auch als Individuen in der Gemeinschaft ankommen und sein können.</p>
<p>Diese und weitere Überlegungen würden mich wohl auch über eine &#8220;erfolgreiche&#8221; Probezeit hinaus begleiten. Doch ist da noch mehr. Vor allem ist da die Chance, ein Leben zu führen, das unsere Vorstellung von dem, was Arbeit ist und was nicht, in ein ganz anderes Licht taucht. Ein Leben, das das &#8220;Konzept Chef&#8221; aus gutem Grund nicht vorsieht und das zum Beispiel die Arbeit im und am Haus und die Erwerbsarbeit in ihrer Akzeptanz gleich stellt … sowie auch die Arbeit für den Erhalt der Gruppe. Einer Gruppe, in der Probleme und Befindlichkeiten gemeinschaftlich und zur Zufriedenheit <em>Aller</em> gelöst werden müssen, die dazu aber auch wirklich die notwendige Zeit und Ressourcen investiert.</p>
<p>Leben in einer Kommune ist also vor allem mit Umdenken verbunden. Und da freue ich mich drauf, denn der gerade Weg war mir schon immer zu beschwerlich.</p>
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