Stöckchen über Omnipotenz

Auf der Wunschgeburt, der beruflichen Website der unbeschreiblichen Mika, bin ich gestern über zwei Stöckchen gestolpert. Das erste möchte ich jetzt hiermit an mich reißen und beantworten. Bitte fühlt euch so frei, es aufzuheben und die Fragen auf eurer eigenen Website auch zu beantworten. Los geht’s…

01 – Was war für dich das einschneidenste Ereignis, persönlich oder öffentlich des Jahres 2013?

Die Diagnose meiner Sozialphobie. Da sie der Wendepunkt in meiner persönlichen Leidensgeschichte der letzten Jahre und der Auftakt zu einer sehr hilfreichen Therapie war.

02 – Was würdest du noch heute ändern, wenn du könntest?

Unser Wirtschaftssystem. Zum einen würde ich die Gemeinwohl-Ökonomie nach Christian Felber und zum anderen das Bedingungslose Grundeinkommen einführen. Schlimmer kann es nicht werden.

03 – Was wolltest du immer lernen und hast es noch nicht? Und warum nicht?
Kalligraphie – In bunter Vorzeit, habe ich mal eine Ausbildung zum Technischen Zeichner gemacht und dabei u.a. die sogenannte Normschrift ohne Schablonen gelernt. Das Handwerk des Technischen Zeichners habe ich inzwischen wieder verlernt, die Akkurates des Normschreibens jedoch nicht. Das heißt, die Grundlagen für die Kalligraphie sind durchaus gelegt, nur war wohl bisher immer irgendwas wichtiger. Mal schauen, vielleicht wird es ja 2014 was damit.

04 – Welchem Menschen des öffentlichen Lebens würdest du am liebsten Mal so richtig die Meinung sagen?
Wenn ich mich jetzt, in diesem Moment, entscheiden müsste, dann wäre das wohl Hans-Peter Friedrich.
In einem zeitlichen Fernduell mit seinen Amtsvorgängern, scheint sich der amtierenden Innenminister dadurch hervortun zu müssen, dass er diese, quantitativ wie qualitativ, anhand zahlreicher unappetitlichen Aussagen und Handlungen zu untertrumphen versucht. Widerlich!

05 – Wenn du für einen guten Zweck 1 Million Euro spenden könntest, welcher wäre das?
Meine Million ging in eine Initiative, die sich der Reduzierung der Kluft zwischen Arm und Reich in dieser Gesellschaft verschrieben hat … nach dem Motto: »Wenn niemand mehr arm ist, können gerne auch einige reich sein.«

06 – Was würdest du gerne machen, wenn du nicht mehr für deinen Lebensunterhalt arbeiten müsstest?
An einen schönen Ort, in ein kleines Haus mit Garten, Werkstatt, Kaminofen und Fensterläden ziehen, dort Romane und Sachbücher schreiben, Buttons und Postkarten herstellen und unterstützenswerte Initiativen unterstützen. Und viel Espresso trinken!

07 – Dir wird ein Autorenvertrag für ein Buch über dein Leben angeboten. Wie würde der Titel lauten?
»Fußstapfen-Blind«

08 – Welches ist für dich das bislang wichtigste Buch und warum?
Per Anhalter durch die Galaxis. Diese Buch habe ich mit 27 Jahren gelesen und es hat mich von einem absoluten Nicht-Leser, nicht nur zu einer Leseratte, sondern inzwischen auch selbst zu einem leidenschaftlichen Schreiber gemacht.

09 – Wenn man dein Leben verfilmen würde, welches Genre sollte der Film haben?
Mantel-und-Degen-Film – Zum einen, da ich mich als Kind an Fasching am liebsten als Zorro verkleidet habe und zum anderen, da ich tief tief in mir drin »Alle für Einen. Einer für Alle« in mein Herz tätowiert zu habe scheine. Und … damit meine Natali darin auftreten und lauthals „Kein Cape!“ rufen kann.

10 – Welcher Mensch, lebend oder bereits tot ist für dich die wichtigste Persönlichkeit?
Yo! Das ist eine hammerharte Frage. Es gibt so viele Menschen, die ich für wirklich wichtige Persönlichkeiten halte. Wenn ich mich aber jetzt, genau jetzt, festlegen müsste, dann würde meine Wahl auf einen Menschen fallen, der in seinem Leben, seinem Werk und seinen Rollen immer Haltung, Würde, Weisheit und vor allem feinsinnigen Humor gezeigt hat: Bernhard-Viktor Christoph-Carl von Bülow, kurz Vicco von Bülow und noch kürzer Loriot.

»Früher war mehr Lametta!«

11 – Es kommt mal wieder ein Weltuntergang. Dieses Mal aber wirklich. Was würdest du zum Schluss noch machen wollen?
Als DJ auf der ultimativen Party, an einem Ort, der von uns mit einem endgültig provisorischen Schild als Milliways ausgewiesen wurde, meinen Liebsten den Soundtrack zum Weltuntergang in die Beine bassen.