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Kategorie: Schreiberei

Kreatives Schreiben als Motor für meine Autorentätigkeit

Da mein Vertrauen zu meiner Ehefreundin nahezu grenzenlos ist, war es für mich wirklich kein großes Ding, ihr Anfang des Jahres den uns gerade ins Haus geflatterten Katalog der VHS Stuttgart in die Hand zu drücken und zu sagen: »Such irgendeinen Kurs aus. Ich mach den dann.« Und es spricht für sie, dass sie mich nicht in einen Qigong-Kurs oder in Finnisch für Anfänger gesteckt hat. Nein, sie hat sich viel Zeit genommen und mich…

»iuuq – die gedachte Welt« nun auch als Papierbuch

Jetzt ist es mir hier im Blog fast vergessen gegangen: Inzwischen gibt es meinen Roman »iuuq – die gedachte Welt« auch als Papierbuch zu bestellen. Die Sache ist allerdings doch noch so neu, dass ich selbst noch auf meine erste Ausgabe des gedruckten Buchs warte. Bestellen könnt ihr den Nerd Fiction Roman in jeder Buchhandlung, natürlich bei Amazon oder … für Stuttgarter/-innen besonders empfehlenswert: beim Wittwer. Die Website matthias-zellmer.de habe ich inzwischen auch angefangen als…

Nun bin ich Schriftsteller

Seit heute bin ich dann wohl auch offiziell ein Autor, denn mein erster Roman ist nun als eBook veröffentlicht worden. Er heißt „iuuq – Die gedachte Welt“ und ich habe ihn im Genre „Nerd Fiction“ angesiedelt. Hier der Klappentext: Wo waren Alexa und ihre nerdigen Freunde da bloß reingeraten? Noch vor kurzem bestanden ihre größte Sorge darin, sich nicht von ihrer überfürsorglichen Mutter in den Wahnsinn treiben zu lassen und den Lehrstoff ihres Studiums rechtzeitig…

Ein alter seriobizianischer Mythos

Ein alter seriobizianischer Mythos besagt, alle Menschen auf dieser Welt gehen auf einen einzigen vorgeschichtlichen Stamm von Helden, Kriegern und Weisen zurück. Die Helden ritten auf prächtigen Rössern, die Krieger hatten goldene Lanzen und die Weisen waren scharfsinnig, besonnen und von Geburt an kahlköpfig.

Diesem altehrwürdigen Stamm wurde in einer stürmischen Winternacht ein außerordentlich kräftiger Junge geboren. Alle die dieses Kind sahen, erkannten sofort, dass es kein gewöhnlicher Mensch sein konnte; denn nicht zuletzt kam es mit einer Wucherung inmitten seiner Stirn zur Welt. Doch das war noch nicht einmal das Außergewöhnlichste an dem Jungen: Wirklich aufsehenerregend war die goldene Farbe, die der Wucherung die Anmutung einer der Speerspitzen der Stammeskrieger verlieh.

Nur weg – eine Kurzgeschichte

Seine Beinmuskulatur übersäuerte, seine Lunge machte zu, sein Gleichgewichtssinn stand kurz vor dem Kollaps. Doch er musste weiter rennen. Es wurde gejagt. Und er war die Beute. Tränen verschleierten ihm die Augen. Da vorne wurde es heller. War da nicht gerade ein Auto vorbeigefahren? Da sollten … da mussten Menschen sein. Er rannte weiter. Zumindest versuchte er zu rennen. Eigentlich stolperte er mehr, als dass er rannte. Sein Raumgewinn war lächerlich.

Zweiundzwanzigster April Zweitausendelf

Nun ist er also abgeschafft, der Kapitalismus. Für einige zwar auf eine enttäuschende Art und Weise, da die in diesem Zuge zu erwartenden revolutionären Umwälzungen ausblieben, wie auch einst an der Berliner Mauer. Nun gut. „Einem geschenkten Gaul, schaut man nicht ins Maul“, hieß es vielerorts, als am 22. April 2011 Punkt Mitternacht die systemisch, apokalyptische Geißel dieses Planeten im Allgemeinen und der Menschheit im Speziellen endlich abgeschafft war. Woraufhin einige natürlich sofort mit der Frage konterten, ob mensch sich im Post-Kapitalismus überhaupt noch Gäule schenken könne? Daraufhin war nicht selten die Antwort zu hören, dass dies selbstverständlich noch möglich sei, da ja mit der Abschaffung des Kapitalismus nicht automatisch der Rückgriff auf den Sozialismus einhergegangen sei. „Nicht?“, wurde dann gefragt und „Nein“ geantwortet. Was denn anstelle des Kapitalismus eingeführt worden wäre, wollten nun einige wissen. Es sei noch gar nichts eingeführt worden, es sei lediglich etwas abgeschafft worden, nämlich der Kapitalismus. Das wurde dann gefeiert.

Kurzgeschichten-Schreibtraining

schlitten

Lediglich vier der 44 Kapitel des Buches Von der Kunst des Schreibens … und der spielerischen Freude, die Worte fließen zu lassen von Julia Cameron, habe ich damals wirklich gelesen. Damals, das war vor etwas mehr als zwei Jahren, als mir Natali das Buch geschenkt hatte. Ich hatte ihr zuvor erzählt, dass ich mir gut vorstellen könnte, am Schreiben Freude zu haben. Ich sollte noch erwähnen, dass das zweite Kapitel gerade mal eine halbe Seite lang und eigentlich auch kein richtiges Kapitel ist. Es ist ein Übungsaufgabe. Die Autorin forderte mich darin auf ins „kalte Wasser“ zu springen und genau drei Blatt DIN-A4-Papier zur Hand zu nehmen. Darauf sollte ich einfach los schreiben. In dieser Sekunde und ohne vorher nachzudenken. Das habe ich dann auch sogleich getan.