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Schlagwort: Kapitalismus

Unser aller Welt – Beobachtungen, Schluss-Folgerungen und … vor allem: Fragen

Es läuft nicht rund in dieser Welt. So nehme ich das zumindest wahr. Zu den vielen allgegenwärtigen Missverhältnissen, gehören die global anzutreffende Ausbeutung von Mensch und Natur, sowie die Krise der Erwerbsarbeit. Denn bekanntlich haben viele Menschen keine Erwerbsarbeitsstelle oder lediglich solche, die ihnen nur ein karges Auskommen beschert. Und von seine Erfüllung im Beruf finden, will ich erst gar nicht sprechen. Auch nehme ich wahr, dass viele wichtige Arbeiten geringgeschätzt, und darum lausig oder gar nicht vergütet werden. Pflege, Erziehung, Kulturarbeit, Erhalt der Infrastrukturen, usw.

Zweiundzwanzigster April Zweitausendelf

Nun ist er also abgeschafft, der Kapitalismus. Für einige zwar auf eine enttäuschende Art und Weise, da die in diesem Zuge zu erwartenden revolutionären Umwälzungen ausblieben, wie auch einst an der Berliner Mauer. Nun gut. „Einem geschenkten Gaul, schaut man nicht ins Maul“, hieß es vielerorts, als am 22. April 2011 Punkt Mitternacht die systemisch, apokalyptische Geißel dieses Planeten im Allgemeinen und der Menschheit im Speziellen endlich abgeschafft war. Woraufhin einige natürlich sofort mit der Frage konterten, ob mensch sich im Post-Kapitalismus überhaupt noch Gäule schenken könne? Daraufhin war nicht selten die Antwort zu hören, dass dies selbstverständlich noch möglich sei, da ja mit der Abschaffung des Kapitalismus nicht automatisch der Rückgriff auf den Sozialismus einhergegangen sei. „Nicht?“, wurde dann gefragt und „Nein“ geantwortet. Was denn anstelle des Kapitalismus eingeführt worden wäre, wollten nun einige wissen. Es sei noch gar nichts eingeführt worden, es sei lediglich etwas abgeschafft worden, nämlich der Kapitalismus. Das wurde dann gefeiert.

Am 22. April 2011 wird der Kapitalismus abgeschafft

Freut euch! Am Wochenende hat uns die entzückende Nachricht erreicht, dass am 22. April 2011 der Kapitalismus abgeschafft wird. Derzeit ist noch nicht klar, durch was der Kapitalismus ersetzt wird und wie wir dann in Zukunft an unsere Bananen kommen, aber trotzdem erscheint es mir ein guter Grund schon mal eine fette Fete zu planen.

Gemeinwohl und Nachhaltigkeit

Zur Zeit bin ich auf den real existierenden Kapitalismus gar nicht gut zu sprechen. Das ihm zugrunde liegende „Wachstum, Wachstum, Wachstum“ erscheint mir absolut unangebracht in einer endlichen Welt. Wobei die Endlichkeit der Welt sich in dem Zusammenhang hauptsächlich auf ihre Funktion als Lebensgrundlage der Menschen bezieht.