Beklemmender Film über den Kriegsfotografen James Nachtwey

Heute war mal wieder Filmabend bei uns im Spatz. Gezeigt wurde der Film „War Photographer„, eine Dokumentation über den Kriegsfotografen James Nachtwey. Der Film ist zwar aus dem Jahr 2001, aber ich kannte ihn noch nicht und hatte auch noch nie etwas über darüber gehört. Weder über die Doku, noch über Nachtwey.

Ich weiß noch gar nicht so richtig, mit welchen Worten ich ausdrücken könnte, in welcher Weise dieser Film mich berührt, mich beeindruckt und auch traurig gemacht hat.

Im Zentrum des Films des Schweizer Dokumentarfilmers Christian Frei steht Nachtwey und seine Arbeit. Da diese Arbeit jedoch das Fotografieren von Krieg, Tod, Armut und Hunger ist, zeigt dieser Film auch diese und andere Facetten des menschlichen Mit- oder treffender gesagt, des Gegeneinanders. Und da Nachtwey kein Mensch großer Worte ist, sprechen hauptsächlich seine Bilder. Und die Sprach dieser Bilder ist genau so gnadenlos, wie die Welt in der sie aufgenommen wurden. Und damit meine ich nicht nur die konkreten Orte, sondern die ganze Welt. Denn die Motive der Nachtwey-Bilder sind nur möglich, da wir sie nicht verhindern, bzw. wir sie erst durch unseren Lebensstil überhaupt erst möglich machen.

Bevor meine betrübte Stimmung nun noch mehr Pathos erzeugt, möchte ich lieber noch auf die offiziellen Websites zu James Nachtwey und zum Film War Photographer hinweisen. Auf beiden finden sich auch von Nachtwey aufgenommene Bilder. Außerdem hat Nachtwey bei der von mir sehr geschätzten TED-Konferenz gesprochen und dort noch mal einige Dinge gesagt, die auch im Film kommuniziert wurden.