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Los ging’s

Mir ist es an dieser Stelle sehr wichtig, zu meiner Zeit auf dem Los Geht’s, welches über Pfingsten auf einem alten Gutshof in Oberkaufungen stattfand, mehr zu schreiben, als dass es klasse und eine tolle Erfahrung war. Doch muss ich jetzt erst einmal sagen, dass das Los Geht’s wirklich klasse war und eben auch eine tolle Erfahrung.

Das Los Geht’s ist ein Treffen von Menschen, die in Kommune leben, für Menschen, die an einem solchen Leben interessiert sind. Ich habe hier schon an der einen oder anderen Stelle schon mal über die Los Geht’s der vergangenen Jahre berichtet. Vor zwei Jahren waren Natali und ich als Gemeinschaftsuchende auf dem Los Geht’s und im letzten Jahr schon als KommunardInnen. Und in diesem Jahr habe ich noch ein drauf setzen können, indem ich die Veranstaltung mitorganisiert habe. Ich war im Vorfeld vor allem für die Website und die darüber laufende Anmeldung zuständig.

Zum Los Geht’s selbst, dass von Freitag (10. Juni) bis Montag (13. Juni) ging, bin ich persönlich am Mittwoch davor angereist. Da hatten andere, vornehmlich aus den Gemeinschaften in Niederkaufungen, Kassel und Escherode, schon zwei Tage und einmal eine ganze Woche im Februar auf dem Gelände des alten Gutshof gerackert und geackert … letzteres kann mensch dabei ruhig wörtlich nehmen.

Eben dieses gemeinschaftliche Arbeiten ist für mich auch das, was das Los Geht’s für mich zu etwas ganz besonderem gemacht hat. Innerhalb kürzester Zeit wurde aus einem seit Jahren brach liegenden 10.000qm Gelände eine Veranstaltungsort, an dem gut 300 Menschen mehrere Tage Erfahrungen austauschen, diskutieren und feiern konnten. Ohne, dass es dabei welche gegeben hätte, die uns anderen gesagt hätten, wo es lang geht und wie irgendwas zu erledigen ist. Das war wirklich sehr beeindruckend!

Auf dem Los Geht’s selbst habe ich leider nur zu drei (und zwei davon waren zur Vorstellung der KoWa) der zahlreichen Workshops gehen können, da ich als Mitglied des Orga-Teams allerhand zu tun hatte, wie z.B. Dienst am Kiosk oder Infostand zu machen oder am Freitag Abend zusammen mit einer weiteren Frau aus dem Orga-Team das Eröffnungsplenum zu leiten. Zur Kurzvorstellung der KoWa am Samstag Morgen führte ich mit Elke zusammen einen kleinen Sketch auf, bei dem ich meine Kommune-Diplomprüfung abzulegen hatte und dabei mit meinem Wissen über die KoWa glänzen durfte. Auch das hat sehr viel Spaß gemacht.

Der einzige Workshop, den ich quasi „nur“ als Teilnehmer besucht habe, beschäftigte sich mit dem überaus spannenden Thema der kommuneübergreifenden gemeinsamen Ökonomie. Auf diesem Gebiet gibt es zwischen einzelnen Gemeinschaften einige zarte Pflänzchen, die meiner Ansicht nach jedoch nur ein ersten Anfang sein können. Dieser Workshop soll jedoch eine Vertiefung finden, auf dem Kommune-Treffen kommende Woche in der Kommune Niederkaufungen. Es wird eben nie langweilig … glaubt es mir.

Kategorie(n):ErlebtesKommuneleben

Ein Kommentar

  1. Christa

    Es war auch sehr überraschend, daß sich eine Gruppe gegründet hat, die evtl. auf dem Hubentalhof eine kommune aufbauen will, in dieser kurzen zeit, von Menschen, die sich das erste mal gesehen haben. Wir treffen uns an diesem Wochenende wieder, um uns besser kennenzulernen und die weitere Vorgehensweise zu besprechen. Dies ist sicher auch ein Ergebnis der guten Vorbereitung von Menschen aus der kommune Niederkaufungen als auch vom Team, das den hof bearbeitet hat, sodaß ein Wohnen dort vorstellbar wurde.
    Christa

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