Wie hältst Du’s mit der Arbeit, sprich?

Zum meinem Beitrag »Ertragbare Utopie gesucht – biete umfangreiche Erfahrungen im Scheitern« aus dem Januar, ist kürzlich noch ein Kommentar von Odobenus reingeflattert:

Ich habe den Eindruck, dass der Fokus der Kommuneprojekte auf der Arbeit liegt. Wieso eigentlich? Wieso emanzipiert man sich nicht radikaler von der kollektiven ins wahnhafte übersteigerte Konzentration des Lebens auf die Arbeit? Muss der Gesellschaft seitens der Kommunarden bewiesen werden, dass sie alles mindestens genauso gut können wie sie selbst? Wieso wird der Gott des dt. Kapitalismus, die Arbeit, nicht als Zwangsvorstellung beerdigt?

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Kein Mensch ist illegal – Flüchtlingsmarsch macht Station in der KoWa

Derzeit sind ein paar Dutzend Menschen unterwegs, um gegen den Umgang mit Flüchtlingen in Deutschland zu protestieren. Das tun sie indem sie von Würzburg nach Berlin marschieren. Pikant daran ist, dass einige der Protestierenden selbst Flüchtlinge sind, die damit gegen die so genannte Residenzpflicht verstoßen. Continue reading

Schöner Film über Jakob aus der Kommune Niederkaufungen

Bei Youtube habe ich dieses nette und offenkundig halbwegs aktuelle Video über Jakob aus der Kommune Niederkaufungen entdeckt, der u.a. auch ein sehr guter Freund meines Patensohns Lennart ist (auch im Video kurz zu sehen). Ich selbst kenne Jakob durch meine vielen Besuche auch schon seit vielen Jahren ein bisschen und finde, dass er das sehr gut gemacht hat.
Aber schaut selbst…

Nun ist es August … ein kleiner Rückblick in die vergangenen Monate

Nun ist es August. In der KoWa ist Sommerpause angesagt. Einige touren in der Weltgeschichte umher, die Kneipe hat die nächsten drei Wochen zu, unsere Plena sollen in abgespeckter Form oder gar nicht stattfinden und die Turbulenzen der vergangenen Wochen sind vorübergezogen. Auch wenn sie noch deutlich nachwirken. Vor allem in mir drin. Continue reading

Einmal im Kreis gelaufen: Wir bleiben hier

Es gibt eine Methode zum Finden von gemeinsamen Entscheidungen, die sich Systemisches Konsensieren nennt, die statt die Zustimmungen zu den einzelnen Lösungsvorschlägen aufzuaddieren, versucht, den Widerstand gegenüber den einzelnen Vorschlägen zu ermitteln. Im gleichnamigen Buch wird empfohlen, wenn möglich, nicht nur die Neuerungen zur Entscheidung zu stellen, sondern auch die so genannte Null-Lösung. Continue reading

Ertragbare Utopie gesucht – biete umfangreiche Erfahrungen im Scheitern

Nicht nur der Plan für den Januar, sondern sogar der für die kommenden Monate, wenn nicht gar Jahre oder Jahrzehnte, hatte sich schon nach gut einem Tag in der Kommune Niederkaufungen wieder erledigt. Unsere Probezeitanträge dort sind zurückgezogen und wir wieder in der KoWa. Was ist passiert? Continue reading

Alles läuft nach Plan … den ich nicht hab

Das Jahr 2011 nähert sich seinem Ende. Die Jahresendzeit-Stressigkeiten stehen demnächst an und unsere Suche nach einem Ort zum Leben macht solange mehr oder weniger Pause. Aber der Reihe nach…

Im August war für uns klar, dass wir aus der KoWa wieder aussteigen werden. Die erste Idee war, dem Kommune-Leben wieder Lebewohl zu sagen und zuzusehen, was sich von den Ideen des Gemeinschaftslebens in ein Leben mit weniger Gemeinschaft hinüberretten lässt. Doch nach intensiver Beschäftigung mit den Alternativen zum alternativen Leben, haben wir uns entschieden, die Idee vom Gemeinschaftsleben doch noch nicht so schnell wieder fahren zu lassen. Continue reading

Der Mann im Waschmaschinen-Raum

Laut der Anleitung unserer einen Waschmaschine, dauert das Eco-Waschprogramm bei 40°C 135 Minuten. Nachdem ich die Maschine mit meiner Wäsche um 13:05 Uhr gestartet hatte, ging ich um 15:20 Uhr hinunter in den Waschmaschinen-Raum im Erdgeschoss, um dort auf einen mir unbekannten alten Mann zu treffen, der gerade meine Wäsche aus der Maschine geholt hatte. Continue reading

Was haben Internet und Kommune gemeinsam?

Ich bin ein in einer Gemeinschaft lebender Informatiker. Beides ist mir nicht unbedingt in den Schoss gefallen; und der zu beschreitende Weg, der mich dies heute resümieren lässt, war alles andere als geradlinig. Ich habe auf diesem Weg vieles kennen und oft auch schätzen gelernt, doch ist mein höchster Bildungsabschluss der eines Diplom-Informatikers und auch lebe ich heute in einer Kommune. Das bringt mich zu der Frage, was gerade diese beiden gemein haben? Warum Informatiker? Und warum Kommune? Continue reading

Ist unser Kommune-Weg doch noch nicht beendet?

Gerade fühle ich mich ein bisschen wie im Auge eines Hurrikans. Im Prinzip ist es derzeit ziemlich ruhig. Zwar kommuniziere ich in den letzten Wochen ziemlich intensiv, aber ansonsten erscheint mir mein Leben aktuell wie in Watte gepackt. Doch steht Natali und mir eine vielleicht wichtige Woche bevor. Wir werden nämlich am Montag in die Kommune Niederkaufungen fahren und dort eine Woche mitleben und -arbeiten. Anschließend werden wir an dem Wochenende zu einem Treffen der Hubenthalhof-Gründungsgruppe in Oberkaufungen gehen. Continue reading