Zum Inhalt springen

Schlagwort: KoWa

Kein Mensch ist illegal – Flüchtlingsmarsch macht Station in der KoWa

Derzeit sind ein paar Dutzend Menschen unterwegs, um gegen den Umgang mit Flüchtlingen in Deutschland zu protestieren. Das tun sie indem sie von Würzburg nach Berlin marschieren. Pikant daran ist, dass einige der Protestierenden selbst Flüchtlinge sind, die damit gegen die so genannte Residenzpflicht verstoßen.

Nun ist es August … ein kleiner Rückblick in die vergangenen Monate

Nun ist es August. In der KoWa ist Sommerpause angesagt. Einige touren in der Weltgeschichte umher, die Kneipe hat die nächsten drei Wochen zu, unsere Plena sollen in abgespeckter Form oder gar nicht stattfinden und die Turbulenzen der vergangenen Wochen sind vorübergezogen. Auch wenn sie noch deutlich nachwirken. Vor allem in mir drin.

Einmal im Kreis gelaufen: Wir bleiben hier

Es gibt eine Methode zum Finden von gemeinsamen Entscheidungen, die sich Systemisches Konsensieren nennt, die statt die Zustimmungen zu den einzelnen Lösungsvorschlägen aufzuaddieren, versucht, den Widerstand gegenüber den einzelnen Vorschlägen zu ermitteln. Im gleichnamigen Buch wird empfohlen, wenn möglich, nicht nur die Neuerungen zur Entscheidung zu stellen, sondern auch die so genannte Null-Lösung.

Ist unser Kommune-Weg doch noch nicht beendet?

Gerade fühle ich mich ein bisschen wie im Auge eines Hurrikans. Im Prinzip ist es derzeit ziemlich ruhig. Zwar kommuniziere ich in den letzten Wochen ziemlich intensiv, aber ansonsten erscheint mir mein Leben aktuell wie in Watte gepackt. Doch steht Natali und mir eine vielleicht wichtige Woche bevor. Wir werden nämlich am Montag in die Kommune Niederkaufungen fahren und dort eine Woche mitleben und -arbeiten. Anschließend werden wir an dem Wochenende zu einem Treffen der Hubenthalhof-Gründungsgruppe in Oberkaufungen gehen.

Jedem Ende wohnt ein Anfang inne…

… so soll zumindest Herrmann Hesse einst gesagt haben. Und ich hoffe er hatte recht damit; denn Natali und ich haben uns entschieden, wieder aus der Kommune auszusteigen.

Den Anderen hier haben wir es vergangenen Dienstag gesagt, und in den letzten Tagen habe ich einige Freunden und Verwandten eingeweiht. Hinzu kamen viel und zum Teil sehr lange Gespräche mit meinen MitbewohnerInnen. Ihr könnt euch sicherlich vorstellen, dass ihre Reaktionen eine weite Bandbreite aufwiesen; von Trauer und Wut bis hin zu Verständnis und Dankbarkeit für die gemeinsam verbrachte und gestaltete Zeit.

Ein Jahr KoWa

So liebe Freunde … 365 Tage sind es nun, die Natali und ich nun in der Kommune Waltershausen leben. Einmal Frühjahr, Sommer, Herbst und Winter. Zur Feier des Tages haben sie uns heute Abend auch beim Phase 10 spielen gewinnen lassen. Zudem wurde ich heute von einem Interessierten gefragt, ob ich sein Fürsprecher sein möchte. Ich habe übrigens Ja gesagt … und mich darüber gefreut.

Schnupperwochenende

Im Spätsommer 2009 waren Natali und ich als Schnuppergäste zum ersten Mal ein Wochenende hier in der KoWa. Dies war damals für uns eine wichtige Erfahrung, haben wir doch so einen ersten, aber doch recht intensiven Eindruck von unserem heutigen Zuhause bekommen können.

Nun standen am vergangenen Wochenende, auf unsere Einladung hin, wieder ein gutes Dutzend Schnuppergäste bei uns auf der Matte, um ihrerseits die KoWa kennenzulernen. Und auch diesmal habe ich an dem Schnupperwochenende teilgenommen, nur dass ich diesmal die Seiten getauscht hatte und einer von zwei Gastgebern war – zum für mich ersten Mal.

Der Winter komprimiert

Auch bei uns ist der Winter ziemlich massiv eingebrochen. Und irgendwie ist alles etwas enger, etwas familiärer geworden. Es kommen weniger Gäste vorbei und die Außenflächen spielen bei der Alltagsgestaltung eine deutlich geringere Rolle. Oder sollte ich eher sagen, dass die Sachen, die Draußen stattfinden, dort stattfinden, weil sie dort stattfinden müssen. Und natürlich ist das nur allzu logisch. Aber es lässt mich unsere Gemeinschaft noch mal viel direkter erleben. So richtig zu werten weiß…

In 11 Jahren wieder …

Es ist eine Zeit lang her, seit ich hier zum letzten Mal etwas über mich und mein Leben in der Kommune berichtet habe. Inzwischen ist eine Menge passiert. Die Blätter sind gefallen, der Ausblick aus dem Fenster an meine Schreibtisch hat sich deshalb grundlegend geändert.