Zum Inhalt springen

Schlagwort: Ausstieg

Ist unser Kommune-Weg doch noch nicht beendet?

Gerade fühle ich mich ein bisschen wie im Auge eines Hurrikans. Im Prinzip ist es derzeit ziemlich ruhig. Zwar kommuniziere ich in den letzten Wochen ziemlich intensiv, aber ansonsten erscheint mir mein Leben aktuell wie in Watte gepackt. Doch steht Natali und mir eine vielleicht wichtige Woche bevor. Wir werden nämlich am Montag in die Kommune Niederkaufungen fahren und dort eine Woche mitleben und -arbeiten. Anschließend werden wir an dem Wochenende zu einem Treffen der Hubenthalhof-Gründungsgruppe in Oberkaufungen gehen.

Jedem Ende wohnt ein Anfang inne…

… so soll zumindest Herrmann Hesse einst gesagt haben. Und ich hoffe er hatte recht damit; denn Natali und ich haben uns entschieden, wieder aus der Kommune auszusteigen.

Den Anderen hier haben wir es vergangenen Dienstag gesagt, und in den letzten Tagen habe ich einige Freunden und Verwandten eingeweiht. Hinzu kamen viel und zum Teil sehr lange Gespräche mit meinen MitbewohnerInnen. Ihr könnt euch sicherlich vorstellen, dass ihre Reaktionen eine weite Bandbreite aufwiesen; von Trauer und Wut bis hin zu Verständnis und Dankbarkeit für die gemeinsam verbrachte und gestaltete Zeit.

Die wilde Dreizehn

Jetzt sind wir nur noch dreizehn Erwachsene hier in der KoWa. Dass immer mal wieder jemand aus einer Kommune wie unserer aussteigt, ist völlig normal und im Bedarfsfall auch unbedingt gewollt. Aber Ralph war der Erste seit gut zwei Jahren, der hier wieder ausgestiegen ist, und somit auch der Erste in der Zeit, die ich jetzt hier bin. Das er gestern völlig im Guten ausgezogen ist und seine Gründe für mich absolut nachvollziehbar waren, macht die Sache emotional nicht unbedingt einfacher. Zumal er auch noch einer meiner zwei Fürsprechenden war und ich mir ihn nicht unbedingt ausgesucht hatte, da er mir unsympathisch war.