Es ist sicherlich nicht notwendig, unter einer Sozialphobie zu leiden, um das Phänomen der kreisenden Gedanken zu kennen. Bei mir tritt es vor allem in den Minuten vor dem Einschlafen auf; wenn es ganz dicke kommt, auch von den Stunden vor dem Einschlafen.

Okay, so ganz stimmt das nicht mehr, denn vor gut zwei Jahren bin ich auf eine Methode gekommen, wie ich diese nervigen Gedanken recht gut in den Griff bekomme. Ich nenne sie für mich die „Abhaken“-Methode. Sicherlich bin ich nicht der erste Mensch, der darauf gekommen ist, so dass sie wahrscheinlich auch noch unter einem anderen Namen bekannt ist.

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Angst ist ein Arschloch

In der Klinik prägte ich für mich den Spruch »Angst ist ein Arschloch«. Ja, und? Ist doch klar. Oder? Ich möchte gerne mal etwas genauer erläutern, was dieser Satz für mich bedeutet und warum er für mich so relevant ist.

Viele Angstpatienten und -patientinnen leiden unter Panikattacken. In ihren Angstsituationen bricht die Angst heftig und oft sogar vorhersehbar aus. Bei mir ist das nicht so, weshalb ich bei mir auch lieber von Angstattacken spreche. Und die sind oftmals Arschlöcher. weiterlesen

Wenn ich über meine Angst spreche, verwundert es die meisten Menschen, wenn ich ihnen sage, dass ich Angst habe, und keine Furcht.

Viele verwenden diese Begriffe scheinbar wie Synonyme. Ein Blick in die Wikipedia zeigt schnell, dass sie jedoch nicht als solche verwendet werden können:
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Vor kurzem bin ich mit großem Durst in eine Müller-Filiale gegangen. Dort angekommen, habe ich mir ein Getränk aus dem Angebot ausgewählt und bin dann … wie gewohnt … nochmal zu den Schreibwaren gegangen.

Ich liebe es, mich in Schreibwaren-Läden oder -Abteilungen umzuschauen. Doch mein Durst verleidete mir den Spaß daran, sowie der Gedanke, dass ich die Pfand-Flasche gleich kaufen, direkt vor der Tür austrinken, dann dort jedoch mit der nun leeren Pfand-Flasche stehen und am besten gleich wieder reingehen würde, um das Pfand wieder auszulösen. Die Lösung dieses Dilemmas war klar: Ich sollte die Flasche am besten direkt austrinken. Gedacht, getan. weiterlesen

Am Morgen des 2. Aprils dieses Jahres lag im Mühlhäuser Ortsteil Pfafferode noch einiges an Schnee. Woher ich das jetzt noch so gut weiß? An diesem Morgen habe ich mich freiwillig in das dortige Ökumenische Hainich Klinikum begeben. Genauer gesagt ins Haus 6, die Station für „Angst und Zwang“ der psychiatrischen Abteilung … also in die Psychiatrie. Insgesamt war ich dann fast 9½ Wochen dort. weiterlesen