Ich bin ein in einer Gemeinschaft lebender Informatiker. Beides ist mir nicht unbedingt in den Schoss gefallen; und der zu beschreitende Weg, der mich dies heute resümieren lässt, war alles andere als geradlinig. Ich habe auf diesem Weg vieles kennen und oft auch schätzen gelernt, doch ist mein höchster Bildungsabschluss der eines Diplom-Informatikers und auch lebe ich heute in einer Kommune. Das bringt mich zu der Frage, was gerade diese beiden gemein haben? Warum Informatiker? Und warum Kommune? weiterlesen

Wer sich schon mal wenigstens ein bisschen mit dem Thema des Bedingungslosen Grundeinkommens beschäftigt hat, kennt sicher auch Götz Werner und hat dann sehr wahrscheinlich auch schon mal seine gebetsmühlenartige vorgetragene Aussage gehört: «Man muss ein bedingungsloses Grundeinkommen erst einmal denken können weiterlesen

Nun ist er also abgeschafft, der Kapitalismus. Für einige zwar auf eine enttäuschende Art und Weise, da die in diesem Zuge zu erwartenden revolutionären Umwälzungen ausblieben, wie auch einst an der Berliner Mauer. Nun gut. „Einem geschenkten Gaul, schaut man nicht ins Maul“, hieß es vielerorts, als am 22. April 2011 Punkt Mitternacht die systemisch, apokalyptische Geißel dieses Planeten im Allgemeinen und der Menschheit im Speziellen endlich abgeschafft war. Woraufhin einige natürlich sofort mit der Frage konterten, ob mensch sich im Post-Kapitalismus überhaupt noch Gäule schenken könne? Daraufhin war nicht selten die Antwort zu hören, dass dies selbstverständlich noch möglich sei, da ja mit der Abschaffung des Kapitalismus nicht automatisch der Rückgriff auf den Sozialismus einhergegangen sei. „Nicht?“, wurde dann gefragt und „Nein“ geantwortet. Was denn anstelle des Kapitalismus eingeführt worden wäre, wollten nun einige wissen. Es sei noch gar nichts eingeführt worden, es sei lediglich etwas abgeschafft worden, nämlich der Kapitalismus. Das wurde dann gefeiert. weiterlesen

Freut euch! Am Wochenende hat uns die entzückende Nachricht erreicht, dass am 22. April 2011 der Kapitalismus abgeschafft wird.

Derzeit ist noch nicht klar, durch was der Kapitalismus ersetzt wird und wie wir dann in Zukunft an unsere Bananen kommen, aber trotzdem erscheint es mir ein guter Grund schon mal eine fette Fete zu planen.

Seit ich vor einiger Zeit im NDR die Dokumentation Die Atomlüge gesehen habe, treibt mich die darin gestellte Frage um:

Wer würde im Falle eines Super-GAUs in einem deutschen Kernkraftwerk den Betonmantel bauen?

In Tschernobyl hat die Regierung der Sowjetunion so genannte Liquidatoren für diese Arbeit herangezogen. Aber die Sowjetunion hatte völlig andere Machtstrukturen als wir in Deutschland. Und vor allem stand nicht an allererster Stelle in ihrer Verfassung:

Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.

Also? Wer würde den Betonmantel bauen? Der in Tschernobyl wird übrigens Sarkophag genannt …